Einstimmig: Alle 22 Stimmen für Bürgermeister Gerstl . Mandatare aller Parteien wählten Karl Gerstl (ÖVP) zum Bürgermeister. Gerhard Eppensteiner wurde neuer Vize.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 03. März 2020 (15:12)
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Seit November 2009 ist Karl Gerstl Bürgermeister der Landgemeinde Wieselburg. Wurde er 2009 und 2010 noch einstimmig zum Ortschef gewählt, erhielt er 2015 „nur“ mehr 18 von 21 Stimmen. Bei der konstituierenden Sitzung am vergangenen Freitag hieß das Ergebnis wieder: einstimmig. Karl Gerstl vereinte bei der Bürgermeisterwahl alle 22 Stimmen auf sich.

Josef Schachinger (ÖVP) ist zwar nicht im Vorstand, soll aber wie schon in der vergangenen Periode den Vorsitz im Ausschuss ländlicher Wegebau übernehmen.
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„Danke für das Vertrauen. Ich freue mich wirklich darüber“, betonte der VP-Politiker und Landwirt, der mit dem neu angelobten Gemeinderat engagiert und gemeinsam ordentlich für die Gemeinde Wieselburg-Land arbeiten will. Viele große Herausforderungen stünden der Gemeinde in dieser Periode ins Haus, von der Digitalisierung und dem Breitbandausbau über die ressourcenschonende Raumordnung, bis zum Thema nachwachsende Energie und dem Infrastrukturausbau. „Wir sind auf einem guten Weg und wollen unsere Gemeinde weiter nach vorne bringen“, betonte Gerstl bei seiner Antrittsrede.

An seiner Seite steht mit dem 39-jährigen Gerhard Eppensteiner (ÖVP) ein neuer Vizebürgermeister. Der Landesbedienstete (Straßenmeisterei Scheibbs) erhielt 20 von 22 Stimmen und nahm das Amt mit Stolz und Demut an. „Ich möchte bewusst Verantwortung für unsere Gemeinde übernehmen und bin überzeugt, dass wir in einem guten, demokratischen Miteinander viel erreichen können.“

Günter Lichtenschopf (SPÖ, oben) wird den Vorsitz im Prüfungsausschuss übernehmen.
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Keine Änderung gab es bei den übrigen Vorstandsmitgliedern – weder von den Gesichtern her noch von der Anzahl. Ingrid Handl, Christiana Eppensteiner und Franz Rafetzeder (alle ÖVP) sowie Rosa Maria Wögerer (SPÖ) ergänzen das Vorstandsteam. Im Sozial- und Gesundheitsausschuss von Rosa Maria Wögerer hat die ÖVP dabei auf ein ihr nach dem D’Hondtschen System zustehendes Mandat verzichtet. „Wir wollten, dass Vorsitzender und Stellvertreter eines Ausschusses von derselben Partei kommen, daher haben wir das sechste VP-Mandat in diesem Ausschuss Thomas Mahorka von der SPÖ überlassen“, erläuterte Bürgermeister Karl Gerstl, der bei dieser Sitzung übrigens von allen Mandataren den weitesten Weg zur Wahlurne hatte und bei den vielen geheimen Wahlgängen gezählt über 1.000 Schritte zurücklegte.

„Das ist heute ein Fitnessprogramm für mich“, scherzte der wiedergewählte Ortschef. Aufgrund des D’Hondtschen Systems nicht in den Ausschüssen vertreten ist die FPÖ – auch nicht im Prüfungsausschuss, der als einziger Ausschuss nur fünf statt sieben Mitglieder umfassen wird. Dort kommen vier Mitglieder – Josef Schachinger, Monika Auer, Andreas Seifert und Roland Sterkl – von der ÖVP und eines – Günther Lichtenschopf von der SPÖ. Lichtenschopf wird dort auch den Vorsitz führen.