Firma Heindl: Die Messer sind frisch geschärft. Seit Montag ist die Mähdrescher- Flotte der Firma Heindl wieder unterwegs – mit dabei auch der leistungsstärkste der Welt.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 17. Juni 2020 (04:32)
Offizieller Startschuss für die neue Lohndrusch-Saison bei der Firma Landtechnik Heindl in Plaika. Firmenchef Hannes Heindl mit seiner Frau Gabriele Heindl mit den Söhnen Johannes und Julius sowie den Vertretern von Firmen, Politik und Wirtschaft vor dem aktuell leistungsstärksten Mähdrescher der Welt.
Eplinger

Es war eine Art Taufe, die am Fronleichnamstag bei der Firma Heindl Landtechnik in Plaika über die Bühne ging.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Stadtbürgermeister Josef Leitner, Wirtschaftskammer-Obfrau Erika Pruckner, Claas-Vertriebsleiter Franz Baum, Steyr & Case-Österreich-Direktor Gunnar Hauser sowie Wolfgang Lutz als Vertreter der Firma Busatis hatten sich bei der 26 Stück umfassenden Mähdrescher-Flotte eingefunden, um auf die neue Erntesaison anzustoßen.

Gleichzeitig erfolgte die offizielle Schlüsselübergabe für drei neue Claas- sowie einen neuen Case-Mähdrescher. „Wir haben heuer wieder rund 600.000 Euro investiert und achten dabei auf gesundes Wachstum. Das heißt, wir werden in guten Zeiten nicht übermütig, sondern tauschen gezielt Maschinen aus. Unser besonderer Stolz ist der aktuell leistungsstärkste Mähdrescher der Welt. Der Claas Lexion 8900 verfügt über 800 PS und hat ein Schneidewerk mit 12,80 Metern Breite“, schildert Hannes Heindl.

Seine Mannschaft und seine Flotte sind seit Montag im südlichen Niederösterreich, Burgenland und in Ungarn unterwegs, um die Ernte einzubringen. „Der Auftakt geht traditionell in Seibersdorf, Bruck, der Parndorfer Platte oder bis zum Plattensee über die Bühne. Dabei sind unsere Teams komplett autonom unterwegs – vom Servicetechniker bis hin zu den Tankstellen. Bei uns kommt der Diesel zu den Maschinen, nicht umgekehrt“, erklärt Heindl.

Eplinger

Bis zu 900 Hektar kann die Heindl-Flotte pro Tag ernten. 20.000 Liter Dieselöl werden dabei täglich verbraucht. Die Erntesaison geht bis Ende November. „War sie früher auf die Sommermonate beschränkt, so hat sich die Saison durch den Anbau von Alternativfrüchten bis weit in den Herbst hinein verlängert“, sagt Heindl, der insgesamt in seinen vier Betrieben (Lohndrusch, Kommunaldienst, Maschinenhandel, Brauhaus) rund 100 Mitarbeiter ganzjährig beschäftigt.