Karl Gerstl nach vier Wochen wieder gesund im Amt. Bürgermeister Karl Gerstl kehrte am Freitag nach vier Wochen Krankenhausaufenthalt zurück ins Wieselburger Gemeindeamt.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 29. April 2020 (05:12)
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Führen die Amtsgeschäfte der Wieselburger Landgemeinde seit Freitag wieder gemeinsam: Vizebürgermeister Gerhard Eppensteiner (links) und Bürgermeister Karl Gerstl.
Christian Eplinger

„Ich hatte Glück im Unglück, sagte die Oberärztin in Mauer angesichts meiner Krankheitsgeschichte und der überraschenden vollständigen Genesung“, schildert Bürgermeister Karl Gerstl im NÖN-Gespräch.

Vier Wochen lang war Gerstl im Spital, nachdem er gleich zu Beginn der Coronakrise positiv auf Covid-19 gestetet worden war und eine Woche in Heimquarantäne verbracht hatte. Nach dem Aufenthalt in der Melker Isolierstation und zwei negativen Covid-Tests wurde er schließlich in die Neurologie des LK Mauer überstellt, da er – ob ausgelöst vom Virus ist unklar – während der Heimquarantäne einen Schlaganfall erlitten hatte.

„Ich kann den Mitarbeitern des LK Melk und im speziellen der Abteilung Neurologie 2 in Mauer nur mein größtes Lob aussprechen. Die Abteilung hat in vorbildlicher Weise den Schutz ihrerseits und die optimale Behandlung unter Ausnahmebedingungen geschaffen“ betont der 64-jährige Gerstl, der seit Freitag zwar wieder zu Hause ist und auch gleich im Gemeindeamt anzutreffen war, aber dennoch in nächster Zeit kürzer treten muss.

Eine Herausforderung auch für seinen erst Ende Februar neu gewählten, 39-jährigen Vizebürgermeister Gerhard Eppensteiner – vor allem, da dieser auch positiv auf Covid-19 getestet worden und auch der Amtsleiter der Landgemeinde seit Mitte März Covid-bedingt ausgefallen war. „Ich muss mich da bei Vorstandsmitglied Franz Rafetzeder sowie Finanzverwalter Gerhard Groiss bedanken. Sie haben mich bestens unterstützt – auch während der Zeit meiner Heimquarantäne und jetzt, wo berufsbedingt die Straßenbaustellen wieder voll anlaufen“, sagt der Bedienstete der Straßenmeisterei Scheibbs.

Wieselburg-Land ist jene Gemeinde im Scheibbser Bezirk mit den bislang meisten Covid-19-Fällen: Insgesamt 27, wovon bis zum Wochenende schon 24 wieder genesen waren. „Durch diese Situation steigerte sich auch der Bedarf an Essen auf Rädern deutlich. Danke da unseren Zustellern sowie den Gasthäusern Stevens Taverne und Amesreiter, die für die beiden Wieselburger Gemeinden auskochen“, betont Karl Gerstl.