Klassik trifft bei Haydn-Festival auf Romantik. / Von 14. bis 17. Mai ging das Musikfest Schloss Weinzierl heuer zum siebten Mal über die Bühne. Neben Mozart und Haydn lag der Schwerpunkt auf russischer Musik.

Von Karl Srb. Erstellt am 18. Mai 2015 (11:59)
NOEN, NÖN
Die Veranstalter des Musikfestes Schloss Weinzierl beim Eröffnungskonzert, von links: Hausherr Alois Rosenberger, Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka, Kulturreferentin Ingrid Handl, das Altenberg Trio und Bürgermeister Karl Gerstl.
Bereits zum siebten Mal hat die Gemeinde Wieselburg-Land, heuer unter dem Motto „Klassik trifft auf Romantik“, zum Musikfest Schloss Weinzierl geladen.

Werke russischer Komponisten wurden in Beziehung zu Komponisten der Wiener Klassik gesetzt. Eröffnet wurde das Musikfest mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche, der vom Amstettner Kammerchor Musica Capricciosa unter der Leitung von Ulrike Weidinger ganz im Zeichen von Mozart und Haydn gestaltet wurde.

Der Kammerchor führte die „kleine Credo-Messe“, die Missa brevis in F, von Mozart auf. Chor, Solisten und Musiker ermöglichten dem Publikum ein wunderbares Klangerlebnis, das noch mit dem „Salve Regina“ von Joseph Haydn gekrönt wurde. Die Mozartmesse erklang in der Salzburger Version, das bedeutet – wie zu Mozarts Zeiten üblich – begleiteten drei Barockposaunen die Singstimmen colla parte.

Die künstlerische Leitung des „Haydn-Festivals“ oblag wie gewohnt dem Altenberg Trio. Mit einem fulminanten Eröffnungskonzert wussten die Musiker das Publikum zu begeistern. Erstmals spielte das Amar-Quartett und glänzte mit Streichquartetten von Joseph Haydn.

Auch Ausstellung „Spurensuche“ zu sehen

Dem Motto entsprechend wurden beim Musikfest Juwelen der Kammermusik, wie Webers Klarinettenquintett, Mozarts Quintett in Es-Dur oder Tschaikowskys Streichsextett „Souvenir de Florence“ geboten.

Im Rahmen des Musikfestes war auch die Ausstellung „Spurensuche – Weinsberger Wald“ mit Malerei und Holzinstallationen von Bertram Castell zu sehen. Castell wurde 1932 in Berlin geboren und lebt seit 1962 in Wien und Niederösterreich. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Seine Werke waren bisher in mehr als 150 Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen.

Erstmals gab es heuer auch eine Matinee für Kinder, bei der „Peter und der Wolf“ aufgeführt wurde. Als weitere Besonderheit durfte beim heurigen Festival „Die Geschichte vom Soldaten“ von Igor Strawinsky und „Peter und der Wolf“ von Sergej Prokofjew angesehen werden. Als Sprecher begeisterte der österreichische Schauspieler Stefan Fleming und erntete dafür lang anhaltenden Beifall.