Schüler holten mit Sojabohnen-Projekt Kategorie-Sieg. Schüler der HBLFA Francisco Josephinum in Wieselburg-Land holten bei Schul-Innovationspreis in Sonderkategorie „Umwelt und Tourismus“ den ersten Platz.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 22. Mai 2021 (06:11)
Preisverleihung beim 13. Mostviertler Schul-Innovationspreis. Das Francisco Josephinum holte sich den Sieg in der Sonderkategorie Umwelt und Tourismus (von links): Hans Redl vom Tourismusverband Mostviertel, Gudrun Nagl (FJ-Abteilungsvorständin Lebensmittel- und Biotechnologie), Herbert Teufel (Technische Leitung ESA GmbH), die Schüler Felix Bernhart, Gundula Nagl, Florian Führer und Franziska Preyer, Projektleiter Matthias Trimmel (Josephinum Research) und Manuela Berger (Professorin für Angewandte Chemie, FJ).
mostropolis.at, mostropolis.at

Bereits zum 13. Mal waren die Mostviertler Schulen heuer aufgerufen, innovative Projekte beim Wettbewerb um den Mostviertler Schul-Innovationspreis einzureichen. Hauptveranstalter des Bewerbs ist ESA Elektro Automation GmbH aus Viehdorf gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Bezirksstelle Amstetten.

40 Projektteams aus fünf verschiedenen Schulen reichten ihre Projekte ein und nutzten damit die Chance auf Preisgelder im Gesamtwert von 11.000 Euro. Elf besonders innovative Projekte konnten sich bei der Vorentscheidung durchsetzen und präsentierten ihre Werke im Rahmen einer Online-Veranstaltung der fachkundigen Jury.

Das Projekt „innoHeal“ überzeugte dabei die Jury mit 3D-Technik hergestellten Schienen zur Behandlung von Verletzungen und Krankheiten. Die vier Schüler aus der IT-HTL Ybbs erreichten mit ihrem Projekt den ersten Platz und sicherten sich somit das Preisgeld von 3.000 Euro.

Ziel der Diplomarbeit war es, den herkömmlichen Gipsverband durch eine auf den Patienten angepasste 3D-gedruckte Schiene zu ersetzen. Das Team entwickelte eine Automatisierungssoftware, die den gesamten Prozess von Scan bis Druck in den Klinikalltag integrieren kann. Die Herstellung der Schienen erfordert keine fossilen Rohstoffe und das Material kann recycelt und wieder als solches verwendet werden.

Zusätzlich zur Gesamtwertung gab es heuer eine Sonderwertung zum Thema Umwelt und Tourismus. Auch in dieser Kategorie wurden die besten drei Plätze prämiert. Gundula Nagl, Franziska Preyer, Felix Bernhart und Florian Führer, vier Schüler des fünften Jahrgangs des Francisco Josephinum (Abteilung Lebensmittel- und Biotechnologie) sicherten sich mit der Innovation „Vergleich von Toastungsparametern bei der Sojabohne“ in der Sonderwertung den ersten Platz und durften sich über ein Preisgeld von 1.500 Euro freuen.

Ziel ihrer Diplomarbeit, die unter der Leitung von Matthias Trimmel (Josephinum Research) erarbeitet wurde, war es, die österreichische Sojabohne bestmöglich als Futter- beziehungsweise Lebensmittel einsetzen zu können und den Einfluss verschiedener Bohneneigenschaften, Temperaturführungen und Anlagetypen auf die Trypsininhibitoraktivität und Proteinlöslichkeit zu bestimmen.

Zusätzlich erhielten die beiden Schulen der Siegerteams, die IT-HTL Ybbs und das Francisco Josephinum Wieselburg, jeweils 1.000 Euro Preisgeld.