SPÖ gegen Kletterturm. Der 16 Meter hohe und 250.000 Euro teure Kletterturm neben der Sportanlage Bodensdorf wird noch heuer errichtet – auch gegen die Stimmen der SPÖ-Mandatare.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 28. September 2017 (05:00)
Christian Eplinger
Die vier anwesendenden SPÖ-Mandatare Rosa Maria Wögerer, Günther Lichtenschopf, Franz Zierfuss und Ludwig Niterl (im Vordergrund von links) stimmten gegen das Kletterturm-Projekt.

Die Pläne für den 16 Meter hohen Kletterturm mit 20 verschiedenen Routen direkt neben der Sportanlage Bodensdorf gibt es seit April. Als Betreiber werden die Naturfreunde Wieselburg und der Alpenverein Neumarkt agieren.

Projektkosten verteuert

Nachdem sich die Projektkosten aber von 195.000 auf 245.000 Euro verteuert hatten, war in der Landgemeinde Skepsis aufgekommen. In der jüngsten Sitzung am Donnerstag wurde das Projekt aber endgültig beschlossen, nachdem die Stadtgemeinde dieses schon im Juni durchgewinkt hatte.

Finanziert wird es von den beiden Wieselburger Gemeinden (je 45.000 Euro), dem Land (110.000 Euro) und den beiden Vereinen (je 20.000 Euro) sowie einem Sponsor (9.000 Euro). Dabei wurden die Kosten noch gesenkt, indem man eine Benützungsvereinbarung mit den Naturfreunden und dem Alpenverein abschloss und sich somit die Mehrwertsteuer erspart.

Herrschte in der Stadtgemeinde Einigkeit, blieb in der Landgemeinde die Skepsis aufrecht. Die vier anwesenden SPÖ-Mandatare stimmten gegen die Auftragsvergaben für das Projekt, ÖVP-Gemeinderat Alexander Hauer und die beide FPÖ-Gemeinderäte enthielten sich der Stimme.

Zierfuss: "Nicht ganz ausgereift"

„Das Projekt ist bei jeder Besprechung teurer geworden. Und wenn Alpenverein oder Naturfreunde den Benützungsvereinbarung aufkündigen, müssen wir uns einen neuen Betreiber suchen. Wir finden daher, es ist nicht ganz ausgereift“, betonte SPÖ-Gemeinderat Franz Zierfuss und kritisierte unter anderem, dass die Benützungsvereinbarungen jährlich gekündigt werden können.

„Es ist ein Regions- und Leuchtturmprojekt, das wir gemeinsam mit der Stadtgemeinde, dem Land und den beiden regionalen Vereinen Naturfreunde und Alpenverein umsetzen. Und das zu einem Fünftel der Gesamtkosten, die uns als Standortgemeinde bleiben. Was bitte wollen wir mehr?“, zeigte ÖVP-Bürgermeister Karl Gerstl wenig Verständnis für diese Haltung.