„Stimmung soll Stimmen bringen“ . Volkspartei setzt Schwerpunkte bei Kinderbetreuung, Pflege, schnellem Internet und der Schaffung von Arbeitsplätzen in der Region.

Von Anna Faltner. Erstellt am 11. Januar 2020 (04:11)
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Das ÖVP Team, vorne, von links: Franz Rafetzeder, Christa Eppensteiner, Karl Gerstl, Ingrid Handl, Josef Schachinger, Annemarie Kastenberger; 2. Reihe, von links: Elisabeth Barthofer, Rupert Jäger, Reinhard Eppensteiner, Roland Sterkl, Andreas Heilos, Christa Ebner, Andreas Seifert, Johannes Pernkopf; 3. Reihe, von links: Gerald Prankl, Eva Dachsberger, Andreas Gerstl, Thomas Plankenbichler und Martin Handl. 
Anna Faltner

„So eine gute Mischung hatten wir noch nie“, sagt VP-Bürgermeister Karl Gerstl bei der Präsentation seiner Kandidatenliste mit einem Strahlen im Gesicht. Besondere Freude hatte er aber schon bei der Rekrutierung seiner Mitstreiter. „Sehr oft hieß es: Naja, die Zeit ist knapp. Aber für unsere Gemeinde würde ich diese Zeit gerne aufbringen. Die Bereitschaft, gemeinsam etwas zu bewegen, ist wirklich bei vielen da“, lobte der Ortschef.

"Wir müssen schnelles Internet in den ländlichen Raum bringen"

Und mit diesem Team von insgesamt 46 Personen wurde auch ein Fahrplan für die kommenden fünf Jahre zusammengestellt. Die wichtigsten Punkte sind: der Ausbau des Kindergartens in Mühling, schnelles Internet für die gesamte Gemeinde, die Arbeitsplätze in der Region fördern sowie die Pflege zuhause unterstützen. „Generell haben wir uns dafür entschieden, einen Schwerpunkt bei der Kinder- und Jugendbetreuung in allen ihren Bereichen zu setzen“, informiert Gerstl. Ein großes Projekt, das möglicherweise bevorstehen könnte, betrifft den Ausbau der Volksschule. Immerhin erfahren Land- und Stadtgemeinde in den letzten Jahren einen starken Zuzug.

Ebenso wichtig ist dem Bürgermeister die digitale Revolution. „Wir müssen schnelles Internet in den ländlichen Raum bringen. Da braucht es ein Konzept, wie man am besten an die Leitungen ran kommt. Vielleicht können wir vorhandene Leerverrohrungen der EVN nutzen, notfalls müssen wir eigene legen.“

Nach Umfahrung: Ziel ist ein Betriebsgebiet

Eine konkrete Idee, wie man für zusätzliche Arbeitsplätze in der Region sorgen könnte, hat der Ortschef bereits vor Augen. Und zwar durch die Schaffung eines gemeinsamen Betriebsgebietes mit der Stadtgemeinde. „Das ist auf jeden Fall ein Thema, wenn die Umfahrungsbaustelle abgeschlossen ist“, meint Gerstl. Wachsen soll die Gemeinde aber auch in punkto Wohnbau. Das heißt: den verdichteten Wohnbau sowie die Sanierung alter Wohnsubstanzen unterstützen und Baulücken erlschließen.

Ein Thema, das die Volkspartei nicht auslassen möchte, betrifft die Umwelt und den Klimaschutz. Ziel wäre die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen für das Gemeindeamt und den Kindergarten. Das Fernheizwerk in Mühling wird von der Gemeinde unterstützt und das Speichern von Strom steht auch auf der Agenda. „Damit wir Strom haben, falls er einmal nicht da ist.“ Nun ist das Rittern um Stimmen eröffnet. „Wir sind sehr positiv eingestellt und hoffen, dass sich diese positive Grundstimmung dann auch in Stimmen niederschlägt“, hofft Gerstl auf Zugewinne.