Letztes Lebewohl für Karl Böhm

Langjähriger Brauereidirektor und Messepräsident im 88. Lebensjahr verstorben.

Erstellt am 16. Dezember 2019 | 15:45
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Karl Böhm verstarb am 2. Dezember im 88. Lebensjahr.
Foto: privat

Eine große Trauergemeinde nahm vergangenen Mittwoch in der Pfarrkirche Wieselburg Abschied von Karl Böhm, der am 2. Dezember im 88. Lebensjahr nach längerer Krankheit verstorben war.

Karl Böhm, beruflich in der Brauerei Wieselburg groß geworden und dort auch von November 1982 bis Jänner 1995 Verkaufsdirektor für Niederösterreich-West und die Steiermark samt südlichem Burgenland, hat sehr viel für Wieselburg bewegt.

Über 40 Jahre (seit 1967) war Böhm im Vorstand des Verkehrsvereins tätig, von 1983 bis 2004 als Präsident. In seine Ära fällt der große Ausbau der Messe – sowohl infrastrukturell als auch von den Eigenmessen selbst. Europahalle, NÖ-Halle, Halle 9 sowie die Bau & Energie oder auch die Ab Hof – um nur einiges zu nennen – tragen seine Handschrift.

Böhm hat sich aber auch seit Inkrafttreten des Fachhochschulgesetzes 1993 als einer der ersten um den Fachhochschul-Standort Wieselburg bemüht. Er war einer der Gründungsväter und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die regionale Wirtschaft schon vor der Gründung und dann auch von Beginn an hinter der Fachhochschule in Wieselburg stand.

Aber auch das Vereinswesen in Wieselburg hat Böhm wesentlich mitgeprägt. Gemeinsam mit Toni Waxenegger gründete er 1972 den Laufclub Wieselburg und war drei Perioden lang auch dessen Präsident.

Aufgrund seines vielfältigen Wirkens hat es Karl Böhm Zeit seines Lebens auch auf insgesamt 46 hohe Ehrungen und Auszeichnungen gebracht. Er erhielt unter anderem das Goldene Verdienstzeichen der Republik, das Goldene Ehrenzeichen des Landes Niederösterreich, den Berufstitel Kommerzialrat, die höchste Lions-Auszeichnung Melvin Jones, den Ehrenring der Messe Wieselburg sowie seitens der Stadtgemeinde Wieselburg den Ehrenring der Stadt und den City Star für sein Lebenswerk.