Lions Club: „Wir kommen wieder – keine Frage“. Trotz Absage praktisch aller Veranstaltungen sorgt der Lions Club Wieselburg auch im Coronajahr für Hilfe in der Not.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 19. November 2020 (11:56)
Auch wenn praktisch alle Veranstaltungen abgesagt sind, zu besprechen und planen gibt es bei den Lions auch im Coronajahr so einiges, von links: Günther Hütl, Präsident Hubert Schuhleitner und Georg Roher.
Eplinger

Seit 1. Juli ist Hubert Schuhleitner neuer Präsident des Lions Club Wieselburg, mit 54 Mitgliedern einer der größten Lions Clubs im Land. Er übernahm die Präsidentschaft von Georg Bauer für ein Jahr, ehe er diese am 1. Juli 2021 an Günther Leichtfried weitergeben wird. Bislang war Schuhleitners Lions-Jahr ein relativ ruhiges. Dafür sorgten Corona und die Bundesregierung.

„Bislang mussten wir alle unsere geplanten Veranstaltungen in diesem Jahr absagen. Den Flohmarkt sogar zwei – nein eigentlich drei Mal, weil wir schon Gespräche geführt hatten, ihn im Februar durchzuführen. Aber auch das haben wir bei der jüngsten Vorstandssitzung, die natürlich als Videokonferenz stattfand, endgültig verworfen“, schildert Hubert Schuhleitner.

Damit gehen jedes Mal zahlreiche Vorarbeiten einher. „Vor allem für den Flohmarkt hatten wir schon viel vorgeplant, die Werbetrommel gerührt und alles eingeteilt. Aber da kann man nichts machen“, weiß Flohmarkt-Hauptorganisator Georg Roher und bittet die Bevölkerung, ihre Gegenstände für den Flohmarkt aufzuheben und nicht vorschnell zu entsorgen. „Wir kommen wieder und brauchen genau dann diese Sachen“, sagt Roher. Wann das genau sein wird, steht noch nicht fest. „Wir planen schon wieder einen eigenen Termin im Mai oder Juni. Die geplante Kombination mit dem Volksfest wäre nur eine Notlösung gewesen“, sagt Activity-Manager Günther Hütl.

Zwei weitere Lions-Traditionsveranstaltungen fallen heuer ebenfalls aus: der Lions-Kinoabend, der eigentlich in der Vorwoche über die Bühne gegangen wäre, und das Lions-Weihnachtskonzert. Damit fehlen aber den Lions auch entscheidende Einnahmen. „Wir haben zum Glück ein wenig Reserven, sodass wir trotzdem helfen können. Auch wenn die Gesamtsumme der ausgeschütteten Unterstützung heuer sicher um einiges geringer ausfallen wird als in den letzten Jahren. Dafür konzentrieren wir unsere Hilfe auf Menschen aus der Region – und hier kommen vor allem Kinder, Jugendliche, behinderte oder schwer erkrankte Menschen und alleinstehende Mütter zum Zug. Man braucht gar nicht weit blicken, um auf tragische Fälle zu stoßen. Wir haben in der unmittelbaren Region genug Leute, die Hilfe dringend brauchen“, betont Hubert Schuhleitner.

Weihnachtspakete

und Friedensplakate

Eine Activity startet der Lions Club im Dezember auf alle Fälle: Um die 120 Weihnachtspakete werden an bedürftige Familien in allen Orten des Bezirks verteilt. Eine Hilfsaktion, bei der immerhin ein fünfstelliger Euro-Betrag verteilt wird. Und auch der Friedensplakatwettbewerb mit der CMS und dem Gymnasium Wieselburg läuft aktuell. Die Jurysitzung war in der Vorwoche. Wann und wie die Preisverleihung erfolgen kann, steht noch nicht fest.