Messe & Hotel: Wenn beide Seiten profitieren. Auslastung im „I‘m Inn“ über Erwartungen. Messe-Infrastruktur wird für Seminare und Veranstalter immer interessanter.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 24. Januar 2019 (04:00)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
„I’m Inn“-Hotel-Standortleiter Gernot Holnsteiner (links) und Messedirektor Werner Roher freuen sich über die positive Entwicklung des Hotelbetriebs und die verstärkte Auslastung der Messe-Infrastruktur.
Eplinger

13.230 Nächtigungen im ersten Jahr. 15.800 Nächtigungen im zweiten Jahr. Zufrieden blickt Werner Roher, Messedirektor und Geschäftsführer der Wieselburger Hotel- Errichtungs- GesmbH, auf die Zahlen des im Jänner 2017 eröffneten Wieselburger Hotels „I’m Inn“. „Mit solchen Zahlen haben wir bei der Planung des Hotels erst im zehnten Bestandsjahr gerechnet“, sagt Werner Roher.

Positiv sieht auch Gernot Holnsteiner, Standortleiter des „I‘m Inn“, die Entwicklung des Hotels, das von der Gruppe Ipp Hotels betrieben wird. „Wir liegen damit bei einer Zimmerauslastung von 50 Prozent. Das ist ein Plus von acht Prozent gegenüber dem ersten Jahr. Damit haben wir unser budgetäres Ziel erreicht“, sagt Gernot Holnsteiner.

70 Prozent sind Business-Kunden

Die meisten Hotel-Kunden (rund 70 Prozent) sind Business-Kunden, wozu natürlich auch die Messe-Aussteller zählen. Denn an Messetagen ist das Hotel immer ausgebucht. Stark im Steigen ist allerdings der Seminar-Sektor, wo sich die Synergien mit der Messe Wieselburg optimal nutzen lassen – auch dank der flexiblen und modernen Seminar-Infrastruktur für 30 bis zu 300 Leute in der neuen Messehalle 3. „Wir haben 2018 die Seminar-Veranstaltungen bei uns in der Messe von 39 auf 52 steigern können. Tendenz weiter steigend“, weiß auch Werner Roher. Dazu kommt, dass die Ipp Hotels-Gruppe auch gezielt im Seminarbereich Werbe- und Marketingmaßnahmen setzt.

Maßnahmen, die nun auch im Sektor der Gruppen- und Freizeitreisen greifen sollen. Denn da ortet Holnsteiner noch größeres Steigerungspotenzial. „Heuer versuchen wir über die Plattformen von Billa- und ÖAMTC-Reisen vor allem auch Rad-Touristen anzusprechen und bieten dazu gemeinsam mit der Firma Weichberger auch E-Bike-Packages an“, schildert Holnsteiner.

Veranstaltungsbereich wird „interessanter“

Ebenfalls im Steigen sind die Veranstaltungs-Hotelgäste. Egal ob Hochzeiten in der Region oder Einzelveranstaltungen wie Bälle oder Konzerte auch am Messegelände. Das „I‘m Inn“ profitiert davon. „Es gibt mehrere sehr gefragte Hochzeits-Locations im Mostviertel, aber oft keine oder zu wenige Betten. Da kommen wir ins Spiel. Wir haben zum Beispiel mit dem Ramsauhof eine enge und gut funktionierende Kooperation“, erklärt Holnsteiner.

Apropos Veranstaltungen. Die könnten auch in der Messe Wieselburg mit der neuen Halle noch mehr werden. „Natürlich denken wir immer wieder über Entwicklungsmöglichkeiten im Veranstaltungsbereich nach – genauso wie über mögliche neue Messethemen. Aber da ist momentan noch nichts spruchreif. Allerdings werden wir uns in den nächsten fünf Jahren mehr mit inhaltlichen Dingen beschäftigen müssen als mit Baustellen – abgesehen vom Hochwasserschutz und dem Zwiesel-Projekt, wobei wir bei beiden Baustellen nicht die handelnden Personen sind“, sagt Roher.

2018 gab es in der Messe neben den fünf Eigenmessen rund 80 Einzelveranstaltungen. Dazu kamen zwei Gastmessen. „Wir reden da von rund 270.000 Besuchern pro Jahr – 210.000 bei unseren fünf Eigenmessen, 50.000 bei Veranstaltungen und 10.000 bei den Gastmessen“, rechnet Roher vor und zollt seinen 18 Mitarbeitern (zehn im Büro, acht im Hallen- und Außenbereich) Respekt.

„Wir haben eine leicht steigende Auslastung. Daher reduzieren sich die Auf- und Abbautage. Sprich wir müssen schneller werden. Aber auch das schaffen unsere Leute“, ist Roher überzeugt. Die erste Messe 2019 ist übrigens die „Ab Hof“ von 8. bis 11. März.

www.messewieselburg.at