Nach Brand bei ZKW: Produktion läuft vollständig weiter

Neun Feuerwehren mit 144 Mann im Einsatz. Schaden hoch, aber Produktion läuft.

Erstellt am 21. September 2021 | 06:33
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Der Brand im Bereich der Kunststofffertigung im ZKW-Werk in Wieselburg richteten großen Sachschaden an. Personen wurden zum Glück keine verletzt.
Foto: Doku NÖ

Am Montagnachmittag, nur einen Tag nach dem Großbrand in einem begrenzten Teil des Kunststoff-Fertigungsbereiches der Firma ZKW, lief die Produktion beim Lichtsysteme-Spezialisten schon wieder wie gewohnt weiter.

„Wir mussten nur die Frühschicht im betroffenen Bereich am Montag ausfallen lassen. Die übrige Produktion konnte durch die rasche Brandbekämpfung und den intensiven Einsatz der ZKW-Mitarbeiter am Montagfrüh in fast allen Bereichen normal starten. Auch die Kunststoff-Fertigung ist seit der zweiten Schicht am Montag wieder in Betrieb“, erklärte Stefan Hauptmann, General Plant Manager der ZKW Lichtsysteme GmbH in Wieselburg, gegenüber der NÖN.

Hauptmann bedankte sich persönlich bei allen Einsatzkräften und den ZKW-Mitarbeitern für die großartige Arbeit. „Das rasche und professionelle Agieren der Feuerwehren und der funktionierende Brandschutz im Werk hat einen möglichen größeren Schaden verhindert“, weiß Hauptmann.

Die Gesamtschadenshöhe konnte man am Montag noch nicht einschätzen, da die Erhebungen noch laufen. Aber es sind auch einige Maschinen der Kunststofffertigungsanlagen betroffen. „Die ersetzen wir derzeit durch Kapazitäten in anderen Bereichen, sodass wir die Produktion vollständig aufrechterhalten können“, sagt Hauptmann.

Der Brand im Bereich der Spritzgussfertigung war am späten Sonntagvormittag ausgebrochen. Brandursache dürfte ein elektrischer Defekt gewesen sein. Die Detailuntersuchungen waren bei Redaktionsschluss noch nicht abgeschlossen. Bei der Brandbekämpfung waren insgesamt neun Feuerwehren mit 144 Mitgliedern im Einsatz. „Durch das schnelle Handeln der ersten Löschtrupps konnte der Brand rasch unter Kontrolle gebracht und ein Ausbreiten verhindert werden. Mehrere Atemschutztrupps waren im Einsatz. Nach gründlichen Absuchen auf Glutnestern mit Wärmebildkameras und kleineren Nachlöscharbeiten konnte um 13 Uhr das endgültige Brand aus gegeben werden“, schildert FF-Pressesprecher Philipp Pflügl.