Nachhaltigkeitskonferenz: Begann als „visionäre Idee“. Der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen ist gerade im Tourismus ein großes Thema.

Von Karin Maria Heigl. Erstellt am 01. Dezember 2019 (13:45)
Barbara Markl, Stefan Bauer, Moderatorin Theres Friewald-Hofbauer, NÖ-Werbung Geschäftsführer Christoph Madl, Michaela Hinterholzer, Messedirektor Werner Roher, Ulrike Rauch-Keschmann, Andreas Purt, Bernd Hildebrandt und eNu-Prokuristin Christa Ruspeckhofer.
Karin Maria Heigl

Unter dem Motto „Weniger ist mehr“ stand die Mostviertler Nachhaltigkeitskonferenz am Montag der Vorwoche in Wieselburg. Kann ein sorgsamer Umgang mit Ressourcen zu mehr Lebensqualität und zu mehr Urlaubsqualität führen?

Diese und viele andere Fragen wurden im Rahmen der Konferenz, die Mostviertel Tourismus, NÖ-Werbung und Club NÖ gemeinsam mit der Energie- und Umweltagentur des Landes und der Messe Wieselburg veranstaltet haben, gestellt. „Wie wir mit unserer Umwelt umgehen, entscheidet über unsere Zukunft, betonte Christa Ruspeckhofer gleich zu Beginn. Die Nachhaltigkeit habe drei entscheidende Dimensionen, nämich Ökologie, Soziales und Ökonomie.

Zweifellos werde ein großes Maß an Kreativität und Innovation erforderlich sein. Sich als nachhaltige Tourismusregion zu positionieren ist dem Mostviertel Tourismus seit langem ein Anliegen. „Wir haben vor zwölf Jahren nicht nur die Nachhaltigkeitskonferenz ins Leben gerufen, sondern auch einen neuen Weg für den Mostviertel Tourismus beschritten. Heute können wir viele positive Beispiele von Nachhaltigkeit vorweisen – von der Mobilität bis hin zum Wildnisgebiet“, freut sich Mostviertel Tourismus-Obfrau Michaela Hinterholzer.

Seit der ersten Nachhaltigkeitskonferenz habe sich enorm viel getan: „Vor zwölf Jahren war es eine visionäre Idee – heute ist das Thema Nachhaltigkeit omnipräsent“, betonte Hinterholzer.

Positive Effekte – für Gäste und Einheimische

Sektionschefin Ulrike Rauch-Keschmann stellte bei der Nachhaltigkeitskonferenz in Wieselburg den Plan T – einen Masterplan für Tourismus – vor. Was sind die großen Herausforderungen, was sind die Lösungen?

„Es geht nicht mehr darum, attraktive Tourismusdestinationen zu schaffen, sondern auch qualitativen Lebensraum“, erklärte Rauch-Keschmann. Nicht mehr der Gast allein solle im Mittelpunkt stehen, genau so wichtig seien die Bedürfnisse der Unternehmen, Beschäftigten und der heimischen Bevölkerung.

Im „Plan T“ ist erstmals Nachhaltigkeit in allen drei Dimensionen verankert: Man müsse Tourismus neu denken und die positiven Effekte des Tourismus vermitteln. Tourismus müsse sozial verträglich sein und nicht nur die Zufriedenheit der Gäste sondern auch, der Einheimischen erreichen. Ein höheres Bewusstsein für den Tourismus könne dazu führen, den Selbstwert der Branche zu erhöhen und für junge Mitarbeiter attraktiv zu machen.