Nachtragsvoranschlag: „Virus hat Spuren im Budget“

Kommunalsteuereinnahmen 2020 in Wieselburg um rund 600.000 Euro niedriger als noch im Vorjahr.

Erstellt am 08. Oktober 2020 | 14:24
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SP-Bürgermeister Josef Leitner: „Der Virus hat auch in unserem Budget deutliche Spuren hinterlassen. Dennoch bilanzieren wir positiv und haben noch gewisse Reserven.“
Foto: Christian Eplinger

Einstimmig beschloss der Wieselburger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung am Mittwoch der Vorwoche den ersten Nachtragsvoranschlag für 2020. Der ist natürlich gekennzeichnet von der Coronakrise, auch wenn Ergebnishaushalt als auch Finanzierungshaushalt durch den Abschluss des Jahres 2019 entsprechend gestiegen sind. „Der Virus hat auch Spuren im budgetären Haushalt der Stadtgemeinde hinterlassen. Dennoch investieren wir weiter – vielleicht mit dem Blick auf das Gesamtbudget etwas vorsichtiger“, sagt SP-Bürgermeister Josef Leitner.

Mindereinnahmen hat die Stadtgemeinde bei den Ertragsanteilen (minus 350.000 Euro) als auch bei der Kommunalsteuer. Dort hätte man ursprünglich mit Einnahmen von 5,5 Millionen Euro budgetiert. Jetzt hält man bei 5,2 Millionen Euro.

Mit einem blauen Auge davongekommen

„Aber eigentlich müssten wir vom Vorjahr wegrechnen. Da lag der Wert bei 5,8 Millionen Euro. Mit dem ursprünglich prognostizierten Wirtschaftswachstum hätten wir heuer an der 6 Millionen-Euro-Marke gekratzt. Damit gehen uns eigentlich 800.000 Euro ab. Dennoch sagt uns der Blick auf die Kommunalsteuer, dass wir in diesem Jahr mit einem blauen Auge davonkommen“, betont Leitner.

Dank des Überschusses im Rechnungsabschluss 2019 kommen 2,6 Millionen Euro in den Geldtopf hinzu, die dem Finanzierungshaushalt angerechnet werden, womit dieser positiv wird. 25,6 Millionen Euro Einzahlungen stehen insgesamt 25,4 Millionen Euro Auszahlungen gegenüber. Positiv hätten sich die vielen Bautätigkeiten in der Stadt ausgewirkt: „Die Aufschließungsbeiträge können um 418.000 Euro höher dotiert werden als veranschlagt“, berichtet Leitner.

Insgesamt sei das Haushaltspotenzial der Stadt positiv. „Wir haben auch noch gewisse Reserven“, weiß Stadtchef Leitner.