Neue Prüfmethode für mehr Wirkungsgrad. Wieselburger Forscherteam von Bioenergy 2020+ half mit bei der Entwicklung einer neuen Prüfmethode für Scheitholzöfen.

Von Karin Katona. Erstellt am 11. September 2017 (08:51)
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High Tech bei Prüfverfahren: Feldmessungen bei einem Scheitholzofen im Wohnzimmer eines Endverbrauchers.
NOEN, Bioenergy 2020+

An einer neu entwickelten Prüfmethode für Scheitholzöfen hat im Rahmen des dreijährigen europäischen Projekts „beReal“ auch das Kompetenzzentrum Bioenergy 2020+ Wieselburg mit. Der Vorteil der neuen Methode: Im Gegensatz zur derzeitigen Prüfung, die standardisiert und unter Idealbedingungen im Labor stattfindet, ermöglicht die neue Prüfmethode eine praxisnahe Evaluierung von Wirkungsgrad und Emissionen der geprüften Scheitholzöfen. Mit diesem Ins-trument können die Hersteller ihre Geräte spezifisch für den Praxisbetrieb entwickeln und optimieren. Die Projektergebnisse sollen auch in die Normentwicklung eingebunden werden. Endkunden erhalten bereits beim Kauf eines Gerätes detaillierte Informationen über dessen Leistungsfähigkeit im praktischen Betrieb in Bezug auf Emissionen und Wirkungsgrad.

Im Zuge der Arbeiten wurden Ergebnisse von Nutzerumfragen und Langzeitfeldstudien zur praktischen Betriebsweise von Kaminöfen umgesetzt. Zusätzlich wurde eine standardisierte Kurzanleitung für effizientes und emissionsarmes Heizen erarbeitet. Gemeinsam mit Bioenergy 2020+ arbeiteten unter der Leitung von TFZ Straubing vier Forschungsinstitute und vier Ofenhersteller an dem Projekt. Ein internationales Expertenteam unterstützte das Projektkonsortium beratend.