Philippa Strache als Bienenpatin im Erlauftal. Im Zuge ihrer Tier-Tour kam die prominente FPÖ-Kandidatin in der Vorwoche auch nach Wieselburg.

Von Karin Maria Heigl. Erstellt am 18. September 2019 (04:32)
Karin Heigl
Philippa Strache zeigte sich von Leo Hintereggers Bienepatenschaften ganz begeistert: „Ich wollte schon immer Bienenpatin sein und er macht das toll“. Nach dem Besuch in Wieselburg und Schadendorf (wo Hinteregger auch Bienenstöcke hat) machte die erklärte Tierfreundin auch einen Abstecher in ihren ehemaligen Wohnort Oberndorf.

Leo Hinteregger aus Bodensdorf hat circa 200 Bienenstöcke. Mit viel Leidenschaft sorgt er mit möglichst natürlichen Mitteln für die Gesundheit seiner Bienenvölker. „Ich behandle die Bienen gegen die Varroamilbe möglichst gezielt und sorgfältig – auch wenn das sehr viel Geld kostet. Aber nur so kann ich sicherstellen, dass es meinen Bienen gut geht und ich qualitativ hochwertigen Honig produzieren kann“, erklärt der ambitionierte Imker.

Finanzielle Unterstützung bekommt er von zahlreichen Bienenpaten, die sich mit einem Jahresbeitrag beteiligen und dafür nicht nur eine gewisse Menge Honig beziehen, sondern auch regelmäßig mit Informationen zu „ihren Bienen“ versorgt werden und sogar die Möglichkeit haben, sie zu besuchen. Mit dieser Idee und seinem Engagement hat er schon viele Unterstützer und Kunden gewonnen.

Ganz neu als Bienenpatin ist Philippa Strache, die dem Wieselburger Imker in der Vorwoche einen persönlichen Besuch abstattete und sich ganz euphorisch zeigte: „Erstens hatte ich schon lange den Wunsch, Bienenpatin zu werden und zweitens hat mich dieser Besuch an meine schöne Zeit hier im Bezirk erinnert.“

Auch ein Besuch in ihrer alten Heimat Oberndorf

Als Kind hatte die gebürtige Wienerin nämlich etwas mehr als ein Jahr lang in Oberndorf gelebt. „Ich war erst elf oder zwölf Jahre alt, aber ich kann mich noch an viele Dinge erinnern“, verrät die ehute 32-Jährige. Mit Wieselburg verbinde sie ihre ersten Kinobesuche.

Und in der Schule in Oberndorf habe sie sehr gute Lehrer gehabt und Vieles fürs Leben gelernt, an das sie sich bis heute erinnert: „Wir waren oft draußen in der Natur, bei den Wandertagen haben wir immer alles Essbare mit heim genommen. Unsere Lehrer haben uns gezeigt, wie man sich auf einer Weide mit Kühen verhält. Wir haben über die Erntezeiten gelernt und einen Einblick in die Arbeit eines Landwirts bekommen und sogar ein eigenes Herbarium angelegt. Ich hab das Leben auf dem Land sehr genossen.“

Ein voller Terminplan in Zeiten des Wahlkampfes

Jetzt in Zeiten des Wahlkampfes seien solche Tage mit Terminen in den Bundesländern für sie nicht nur eine willkommene Abwechslung, sondern eine gute Gelegenheit, mit Menschen ins Gespräch zu kommen. „Ich finde, die meisten Politiker reden zu viel über Menschen und zu wenig mit ihnen.

Ich suche den Kontakt zu den Leuten, nehme mir Zeit, um zuzuhören, damit ich verschiedene Problematik und Lebenssituationen aus der Sicht der Betroffenen kennenlerne, und um selbst gute Arbeit leisten zu können“, erklärt die junge Politikerin.

Philippa Strache, die seit 2016 mit Heinz-Christian Strache verheiratet ist und mit ihm einen acht Monate alten Sohn hat, kandidiert auf Platz 3 der Wiener Landesliste der FPÖ für den Nationalrat.