Austernpilze: Innovation im Mostkeller. Junger Wieselburger Boku-Absolvent und seine Gattin setzen auf Austernpilze.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 03. Mai 2019 (14:12)
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Markus und Julia Scharner haben dem landwirtschaftlichen Familienbetrieb von Julia in St. Georgen an der Gusen neues Leben eingehaucht.
Peter Herzog

Auch wenn man es zu dieser Jahreszeit noch nicht erwarten würde, findet im Mühlviertel bereits die erste Pilzernte statt. Der gebürtige Wieselburger Markus Scharner und seine Frau Julia züchten im umgebauten Mostkeller in St. Georgen an der Gusen Austernpilze auf reinem Stroh. Traditionsbewusstsein und der Wunsch den landwirtschaftlichen Familienbetrieb fortzuführen haben die beiden Absolventen der Universität für Bodenkultur zu diesem Projekt motiviert.

Austernpilze sind ein Geheimtipp unter Feinschmeckern. Der hohe Gehalt an essentiellen Aminosäuren, Vitamin D und Mineralstoffen machen die Pilzköpfe zum regionalen Superfood.

NOEN

In der Mosberger Pilzmanufaktur werden die Austernpilze garantiert artgerecht gehalten. Denn es ist das ganze Jahr über kühl und feucht – genau so, wie es die edlen Pilze besonders lieben. Vermarktet werden die Pilze (und das weiterverarbeitete Pesto) über ausgewählte Bioläden (unter anderem Bio-Hofladen Lutz) und die gehobene Gastronomie. In der Region stehen sie unter anderem bereits im Brauhaus in Wieselburg oder im Gasthof Hueber in St. Georgen/Leys auf der Speisekarte.

Die Produktion von Kulturspeisepilzen ist im Vergleich zu anderen Lebensmitteln besonders ressourcenschonend und erfolgt ausschließlich in biologischer Wirtschaftsweise. Das ausgelaugte Stroh wird nach der Produktion dem Boden wieder als organischer Dünger zugeführt oder kompostiert. „Wir denken in Kreisläufen und übernehmen mit unserem Projekt auch Verantwortung für zukünftige Generationen“, betonen die beiden Betriebsgründer.

www.mosberger.at