Pizzeria Giovanni will nicht aufgeben. Geschäftsführer Kamal Hechmi will im „Pronto“ eine größere Palette an Speisen im gehobenen Segment anbieten.

Von Anna Faltner und Karin Katona. Erstellt am 03. November 2020 (09:40)
Der Lockdown im Frühjahr hat der Pizzeria Giovanni im Wieselburger City Center stark zugesetzt. In der Vorwoche wurde das Sanierungsverfahren eröffnet.
Faltner

Es sind schwierige Zeiten für die Gastronomie. Auch für die Wieselburger Pizzeria Giovanni, die sich seit vergangener Woche im Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung befindet. „Insbesondere der Lockdown im März und April ist eigentlich der Hauptgrund für die Insolvenz“, bestätigt Sanierungsverwalter Rudolf Nokaj.

Wie es weitergeht? „Der Schwerpunkt des Sanierungsverfahrens liegt darauf, dass das Unternehmen im Wesentlichen fortgeführt wird. Den Gläubigern ist eine Sanierungsplanquote von 30 Prozent angeboten worden“, informiert Nokaj. Nach Angaben des Geschäftsführers Kamal Hechmi belaufen sich die Verbindlichkeiten auf 342.000 Euro. Das Unternehmen besteht übrigens aus zwei Sparten: der Pizzeria im Obergeschoß des City Centers und dem Lieferservice.

Hechmi denkt nicht daran, nach 17 Jahren in Wieselburg aufzugeben. Er hat, um aus den roten Zahlen zu kommen, ein neues Konzept für das Pizzaservice „Pronto“, das zum Unternehmen gehört, entworfen. „Ich will neben Pizza auch andere Speisen anbieten. Dazu habe ich eben eine Küche installiert und eine neue Karte erstellt“, erklärt der Gastronom.

Er appelliert an seine Kunden, den neuen Abhol- und Lieferservice des „Pronto“ während des Lockdowns auch zu nutzen. „Corona hat die Gastronomie besonders hart getroffen. Aber wenn die Gäste uns treu bleiben, kommen wir über die schwere Zeit“, ist der Gastronom zuversichtlich.