Teenager brachen in Kirche und Schule ein. In der Pfarrkirche in Wieselburg wüteten Teenies, in eine Schule in Pöchlarn stiegen sie ein. Vorm Richter sitzen sie kleinlaut.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 19. Dezember 2017 (05:00)
Christian Eplinger

„Ich habe so gehofft, dass das alles nicht aufkommt“, sagt einer von fünf Burschen im Alter von 15 und 16 Jahren vorm Richter. Eine Vielzahl von Einbrüchen wird ihnen zur Last gelegt. Die NÖN berichtete.

„Was diese Angeklagten gemacht haben, ist klassische Jugendkriminalität. Und was sie in der Kirche aufgeführt haben, ist Ausdruck richtiger Respektlosigkeit“, fordert Staatsanwalt Patrick Hinterleitner Strenge für das Quintett aus Wieselburg und dem Bezirk Melk.

Vandalismus in Pfarrkirche Wieselburg

LPD NÖ
Ein Pentagramm aus Sand hinterließen die Jugendlichen in der Sakristei.

Blind wüteten die Teenager heuer im Sommer in der Pfarrkirche in Wieselburg. Dort rissen sie Sicherungen heraus, sackten 400 Euro aus der Bargeldkassa ein. Am Boden der Sakristei verschütteten sie Sand, formten damit ein Pentagramm.

Auch im Altarraum der Kirche wüteten sie, schnitten Kabel der Lautsprecheranlagen durch, zerschnitten die Polsterung alter Hochzeitsstühle, zerstörten die Osterkerze, rissen den Tabernakel aus der Verankerung.

Notdurft hinter Altar verrichtet

Seine Notdurft verrichtete einer der Burschen am Teppich hinter dem Altar, verwendete das Altartuch als WC-Papier, während ein anderer in das Weihwasser urinierte. „Widerwärtig“, kommentiert der Richter im Prozess am Landesgericht St. Pölten diese Aktionen.

Auch in die Neue Mittelschule in Pöchlarn stiegen die Burschen ein und in einen Ruder- und Eisstockschützenverein sowie einen Tennisverein. Zeitungskassen brachen sie genauso auf wie Autos.

100 Stunden gemeinnützige Leistung

Für vier der Angeklagten setzt es je sechs Monate auf Bewährung (rechtskräftig), 100 Stunden gemeinnützige Leistung muss einer erbringen.