Raiffeisenbank blickte auf 2018 zurück. Die Raiffeisenbank Mittleres Mostviertel blickt auf ein sehr zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2018 zurück. Mehr Kunden und eine weiter positiv wachsende Bilanzsumme.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 26. Mai 2019 (03:40)

Die jüngste Generalversammlung der Raiffeisenbank Mittleres Mostviertel, die am Freitag im Schloss Weinzierl stattfand, brachte einige Besonderheiten mit sich. Zum einen kehrte die Generalversammlung an jenen Ort zurück, an dem man im Mai 2016 die Fusion beschlossen hatte. Eine Fusion, wie die Zahlen an diesem Abend zeigten, die schon jetzt weitaus erfolgreicher verläuft, als man damals zu träumen gewagt hatte.

Zum anderen war es für zwei „Raiffeisen-Urgesteine“ die letzte Generalversammlung als aktive Geschäftsleiter. Eduard Neumayr und Johann Vieghofer gehen im Laufe des heurigen Jahres in Pension. „Zahlenfuchs“ (© Aufsichtsratsvorsitzender Harald Wehrberger) Eduard Neumayr ist seit 1972 bei der Raiffeisenbank und ermöglichte seinerzeit durch seinen Verzicht auf den Geschäftsleiterposten die Zusammenlegung der Raiffeisenbanken Melk und Nibelungengau. Johann Vieghofer kam 1978 zur Raiffeisenbank. Ein „Hans Dampf in allen Gassen, aber ein wesentlicher Verbinder und Netzwerker, der bei unserer letzten Fusion die Triebfeder gewesen ist“, wie ihn Obmann Leopold Gruber-Doberer in den Dankesworten charakterisierte.

Für Neumayr und Vieghofer war der Freitagabend ein sehr emotionaler. „32 Jahre Geschäftsleitertätigkeit bei einer Bank prägen einen Menschen“, betonte Vieghofer, der seinerzeit mit einer Realverzinsung von fünf Prozent begonnen hatte. „Damals war das Bankgeschäft vergleichsweise einfach. Heute ist die Inflationsrate höher als Anleihenrenditen. Das hätte ich vor 30 Jahren nie für möglich gehalten“, sagte Vieghofer. Ein großes und einfaches „Danke an unser tolles Team“ kam von Eduard Neumayr. Mit einem Lächeln fügte er hinzu: „Nächstes Jahr dürft ihr nach 32 Jahren endlich jemandem anderen zuhören, der euch die Bilanz präsentiert.“

Nationalbankdirektor mit „Heimvorteil“

Zum dritten hatten am Freitag zwei Ehrengäste einen besonderen „Heimvorteil“: LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und der seit 1. Mai neue Nationalbankdirektor Thomas Steiner, der Gastreferent der Generalversammlung. Beide sind Weinzierler, auch wenn Thomas Steiner mittlerweile im Burgenland wohnt. „Dass ich heute an meinem zwölften Arbeitstag in meiner unmittelbaren Heimat Weinzierl referieren darf, ist schon ein besonderer Augenblick für mich und entspricht meinem Lebensmotto: Überregional agieren, aber regional verwurzelt bleiben.“

Zurück zum Wirtschaftlichen: Die Bilanz 2018 der Raiffeisenbank Mittleres Mostviertel ist sehr zufriedenstellend, wie auch Revisor Friedrich Kern feststellte. Die Bilanzsumme konnte auf 1,62 Milliarden Euro gesteigert werden. Der Eigenmittelanteil liegt fast doppelt so hoch wie gesetzlich gefordert. Und auch das gesamte verwaltete Volumina an Einlagen und Krediten stieg um 5,4 Prozent auf 3,15 Milliarden Euro. „Unser Mut zur Veränderung hat sich bezahlt gemacht. Die Strukturreformen haben gegriffen und die Kunden haben uns die Treue gehalten. Denn wir haben heute mehr Kunden als vor den Bankfilialschließungen. Das ist vor allem auch ein Verdienst unserer Mitarbeiter, die für die Sache brennen“, bedankte sich Obmann Leopold Gruber-Doberer.

Die Eckdaten

Raiffeisenbank Mittleres
Mostviertel:

Mitglieder: 34.035
Bankstellen: 20
Mitarbeiter: 289, davon 128 Vollzeit
Beratungsgespräche: 48.712, dabei wurden 648 Förderungsanträge Wohnservice, 5.075 Bausparverträge, 2.643 Kapital-, Unfall- oder Risikoversicherungen und 1.683 Sach- und Kfz-Versicherungen abgeschlossen.
Mitarbeiterausbildung: 1.440 Schulungstage, das bedeutet, täglich waren sieben Mitarbeiter in Aus- und Weiterbildung.

Ausleihungen: 1,10 Milliarden Euro (2017: 989 Millionen Euro, + 11,4 %)
Einlagen: 1,42 Milliarden Euro (2017: 1,34 Milliarden Euro, + 6,0 %)
Money under Management: 3,15 Milliarden Euro (+5,4 %)
Bilanzsumme: 1,62 Milliarden Euro (2017: 1,55 Milliarden Euro)
Eigenmittel: 176 Millionen Euro (19,3 %), gesetzlich notwendige Eigenmittel wären 110 Millionen Euro (10,1 %), das ergibt einen Eigenmittelüberschuss von 66,6 Millionen Euro.

 

Werbung