Schuberth übernimmt Intersport Fahrnberger. Aus Intersport Fahrnberger wird ab 1. Juli Intersport Schuberth. Damit endet auch über 120-jährige Firmengeschichte.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 13. März 2021 (09:28)

Seit Mittwoch ist die Tinte im Trockenen: Mit 1. Juli wird der Intersport Fahrnberger im City Center Wieselburg zum neuen Intersport Schuberth-Standort. Elke Fahrnberger, die seit 2011 die Geschäfte der Fahrnberger GmbH führt, hat den Shop an die Josef Schuberth & Söhne KG mit Hauptsitz in Melk verkauft.

„Aufgrund meiner schweren langfristigen Knie-Verletzung, die neuerliche Operationen erfordert, muss ich mich schweren Herzens aus dem Geschäft zurückziehen. Andererseits bin ich aber sehr glücklich und dankbar, mit Heinz Schuberth einen neuen Betreiber gefunden zu haben, der nicht nur den Intersport-Standort weiterführt, sondern auch mein gesamtes 13-köpfiges Team mitsamt den beiden Lehrlingen übernimmt“, erklärt Elke Fahrnberger.

„Ich bin erleichtert, das tollste Team der Welt in so professionelle und trotzdem menschliche Hände zu übergeben.“ Elke Fahrnberger

Dass dieser Verkauf schweren Herzens erfolgt, ist nachvollziehbar. Denn damit endet die über 120 Jahre lange Firmengeschichte als Handelsunternehmen. 1898 haben Johanna und Karl Zwack, die Eltern einer Tante von Elke Fahrnbergers Großmutter, das Ursprungs-Geschäft in Göstling als Gemischtwarenhandlung gegründet. Den Intersport-Shop in Wieselburg gibt es seit der Eröffnung des City Centers 2003. Er war neben dem Stammhaus in Göstling der zweite Intersport-Shop von Elfriede und Karl Fahrnberger. Seit 2007 leitete Tochter Elke den Wieselburger Shop.

Das „Glückshaus“ in Göstling wurde bereits im August 2020 geschlossen. Elke Fahrnberger ist die fünfte Fahrnberger-Generation, die das Unternehmen führt. „Die GmbH behalte ich zwar noch, aber was ich dann beruflich damit weiter mache, weiß ich noch nicht. Jetzt muss ich erst mal wissen, wie es gesundheitlich bei mir weitergeht“, sagt Fahrnberger, die sich noch heuer weiteren Operationen nach ihrer im Jänner des Vorjahres beim Skifahren in Südtirol erlittenen Verletzung unterziehen muss.

„Als das feststand, habe ich Heinz Schuberth gefragt, ob er den Standort in Wieselburg weiterführen möchte. Er hat daraufhin höchst professionell alle Aspekte und Auswirkungen analysiert, und seine wohl überlegte Entscheidung getroffen. Für Heinz Schuberth und mich stand und steht während des Prozesses der Zusammenführung das Gesamtergebnis und das Wohl der Mitarbeiter und Kunden an oberster Stelle. Dieses gemeinsame Interesse war in jedem Gespräch zu spüren und dafür bin ich sehr dankbar. Es ist für mich eine wahnsinnige Erleichterung, das tollste Team der Welt in so professionelle und trotzdem menschliche Hände zu übergeben. Ich bin davon überzeugt, dass Intersport in Wieselburg auch in Zukunft erfolgreich sein wird!“, sagt Elke Fahrnberger.

Intersport Schuberth ist Teil der Josef Schuberth & Söhne KG, die in Melk und Wieselburg hagebaumärkte mit Baustoffhandel und Gartencenter betreibt. Der Standort Melk umfasst seit dem Umbau 2012 auch einen Intersport mit rund 1.200 m² Fläche.

Für Firmenchef Heinz Schuberth ist es eine perfekte Zusammenführung: „Dass wir ab 1. Juli mit einem neuen Intersport in Wieselburg durchstarten, ist perfekt. So haben wir die Möglichkeit mit unserem Wissen um die besten Produkte der ideale Sport- und Freizeitausstatter in dieser Region zu sein.“ Für die Kunden bringt die Zusammenführung standortübergreifende Warenverfügbarkeit, größere Produktauswahl und mehr Serviceleistungen an beiden Standorten.

Bis es soweit ist, gibt es bei Intersport Fahrnberger in Wieselburg einen Total-Abverkauf sämtlicher lagernden Ware mit reduzierten Preisen von minus 20 bis minus 70 Prozent.

Die Intersport-Fahrnberger-Kundenkarte gilt nur mehr bis 30. Juni. Bonus-Gutschriften und auf der Kundenkarte gespeicherte Gutscheine sollten bis zum 30. Juni eingelöst werden.