Spatenstich für das Feuerwehrhaus

Erstellt am 10. November 2018 | 04:00
Lesezeit: 4 Min
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FF Wieselburg Stadt und Land
So soll das neue Feuerwehrhaus nach der Fertigstellung aussehen. Die Baukosten werden rund drei Millionen betragen. 
Foto: Bauer Brandhofer Architekten
FF Wieselburg Stadt und Land In einem Jahr könnte das Feuerwehrhaus, das alle modernen Anforderungen erfüllt, fertig sein.
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 Es war  ein zukunftsweisender Schritt für die Freiwillige Feuerwehr Wieselburg Stadt und Land: der Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus im Gewerbegebiet Haag. Aus diesem Anlass gab es am Mittwochnachmittag eine kleine, gemeindeübergreifende Feier, bei der Bürgermeister Günther Leichtfried, stellvertretend für beide Gemeinden und die FF Wieselburg Stadt und Land, das Wort ergriff.

„Ein Spatenstich ist immer der Beginn einer Bautätigkeit, der schon sehr viele Diskussionen und Planungsgespräche vorausgegangen sind“, sagte Leichtfried und bedankte sich bei allen Beteiligten für die sehr gute und enge Zusammenarbeit in dieser ersten Phase. Sowohl beide Gemeinden als auch die Feuerwehr Wieselburg Stadt und Land und auch das Land Niederösterreich seien eingebunden gewesen: „Es waren sehr konstruktive Gespräche, und wir werden ein sehr modernes und effizientes Gebäude errichten“, freute sich der Bürgermeister. Im Zuge seiner Rede holte er auch in die Vergangenheit aus, nicht zuletzt, um die absolute Notwendigkeit dieser doch sehr großen Investition zu betonen.

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Viele Mitwirkende beim feierlichen Spatenstich: Baumeister Günther Gschaider, Bezirkshauptmann Johann Seper, Bürgermeister Günther Leichtfried, Kommandant Thomas Reinbacher, Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Pfarrer Josef Kowar, Vizebürgermeister von Wieselburg-Land Markus Ratz, Kommandant-Stellvertreter Thomas Hofmarcher und Architekt Georg Bauer (von links).
Foto: Karin Heigl

Die FF Wieselburg Stadt und Land wurde im Jahr 1880 gegründet und einige Jahre danach entstand das erste Feuerwehrdepot. Dieses befand sich damals in der Grestnerstraße 6, in dem Gebäude, in dem später die Gendarmerie war, und das jetzt als Wohnhaus genützt wird. Das derzeitige Feuerwehrhaus am Rathausplatz wurde in den Jahren 1963/64 errichtet. Nach mehr als fünfzig Jahren war es nun aufgrund der steigenden Anforderungen an die Ausrüstung der Feuerwehr notwendig geworden, ein modernes Gebäude zu errichten.“ „Wir brauchen ein neues Haus, das ist kein Geschenk, sondern eine Notwendigkeit“, betonte Leichtfried.

Die Kosten für das neue Feuerwehrhaus werden bei etwa dreieinhalb Millionen Euro liegen. Die konkreten Finanzierungsgespräche werden erst stattfinden. Fest steht, dass neben den beiden Gemeinden auch das Land Niederösterreich mitzahlen wird. „Es gibt bereits eine mündliche Zusage, die natürlich eingehalten wird“, sagte der für das Feuerwehrwesen in NÖ zuständige Landesvize Stephan Pernkopf die Unterstützung seitens des Landes zu. Weiters erläuterte er, dass sich hier zwei Gemeinden eine Feuerwehr teilen würden und zahlreiche technische Einsätze und Brandeinsätze bewältigt werden müssten.

Erste Aufträge wurden in der Region vergeben

Die dafür erforderliche Infrastruktur müsse unbedingt vorhanden sein. „Wir können dankbar sein, dass es heute hier diesen Spatenstich gibt. Das zeigt, dass wir die Kraft dafür in Niederösterreich haben, dass wir bauen können“, erklärte Pernkopf stolz.

Die Ausschreibung für die Umsetzung des Projektes war in Form eines kleinen Wettbewerbs abgelaufen. Den Zuschlag für die Planung hatte das Architekturbüro Bauer Brandhofer in Purgstall bekommen. Bürgermeister Günther Leichtfried freut sich, dass diese objektive Entscheidung auf ein Architekturbüro in unmittelbarer Nähe gefallen ist: „Ich bin überzeugt, dass hier sehr wertvolle Arbeit geleistet wird und finde es schön, dass wir den Auftrag lokal vergeben konnten“. Als Baumeister wurde die Firma Brachinger beauftragt, für Haustechnik und Installation die Firma Bruckner, die Elektrotechnik wird die Firma Baierl übernehmen. Alle Beteiligten hoffen nun, dass der Zeitplan, den sie sich vorgenommen haben, nun auch halten wird und der Bau des neuen Feuerwehrgebäudes ohne Zwischenfälle verläuft.

„Ein neues Feuerwehrhaus ist kein Geschenk, sondern eine Notwendigkeit.“Günther Leichtfried, Bürgermeister der Stadtgemeinde Wieselburg

Kommandant Thomas Reinbacher ist optimistisch: „Wir freuen uns wirklich sehr, dass wir dieses Gebäude bekommen und werden alle unser möglichstes dazu tun. Wir müssen das natürlich gemeinsam stemmen.“

In der Planungsansicht oben ist zu sehen, wie das neue Feuerwehrhaus aussehen wird. Das Gebäude orientiert sich in Ost-West Richtung. Um einen möglichst kreuzungsfreien Betrieb während eines Einsatzes zu ermöglichen, werden die Ankommenden hinter dem Gebäude zum Parkplatz geführt. Über ein Foyer mit Info-Point gelangen die Einsatzkräfte direkt in die Garderoben und weiter über eine Schleuse in die Fahrzeughalle. Die Fahrzeughalle ist großflächig verglast, das ergibt eine gleichmäßige Belichtung. Das neue Gebäude wird alle Funktionen unter einem Dach vereinen. Damit soll eine kostengünstige und betriebssichere Ausführung gewährleistet sein und die Dimension als Feuerwehrzentrale für die zwei Gemeinden unterstrichen werden. 

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