Tagesbetreuungszentrum: „Sind schon eine große Familie“. In den ersten sieben Monaten 714 Tagesgäste betreut. Gemeinden, Betreuerinnen und Betreute sind zufrieden.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 25. Februar 2021 (05:45)
Ein Kurzbesuch der Gemeindevertreter nur über die Terrasse – Sozialstadträtin Sabine Rottenschlager und die beiden Bürgermeister Josef Leitner und Karl Gerstl (rechts) – im Tagesbetreuungszentrum Wieselburg, von links: Edeltraud Erber aus Petzenkirchen, Elfriede Hauer aus Steinakirchen, Gerta Schörgenhofer aus Wieselburg-Land, Bernhard Nagel aus Steinakirchen, TBZ-Leiterin Ingrid Handl und Anna Strobl aus Wieselburg.
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„Ich fühl mich sehr wohl hier. Da ist immer was los, wir haben Spaß zusammen und helfen uns gegenseitig. Also ich genieße jeden Tag hier“, erzählt Edeltraud Erber. Die rüstige Seniorin aus Petzenkirchen ist eine der aktuell rund 21 Stammgäste des Tagesbetreuungszentrums in der Getreidestraße, das die beiden Wieselburger Gemeinden Stadt und Land seit Juli des Vorjahres betreiben. Dem ursprünglich für April vorgesehenen Start hatte ja Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht.

„Die Pandemie hat vor allem den Start erschwert. Aber seit September sind wir auf einem guten Weg und können sehr zufrieden sein, auch wenn die Leute natürlich immer noch sehr vorsichtig sind. Aber es ist ein schönes Miteinander. Wäre nicht ein neuerlicher Lockdown gekommen, hätten wir vermutlich schon einen Öffnungstag pro Woche mehr“, schätzt Wieselburgs Bürgermeister Josef Leitner.

Insgesamt zählt man in den ersten sieben Monaten 714 Tagesgäste an den Öffnungstagen. „Das sind natürlich nicht 714 verschiedene Personen. Wir haben eben Stammgäste, die einen, meistens aber zwei oder auch alle drei Tage die Woche kommen. Wir unternehmen viel – immer abgestimmt auf die Jahreszeit –, ohne dabei jemanden zu überfordern. Aber die Leute helfen sich gegenseitig und geben aufeinander Acht. Das ist schon ein wenig so wie in einer großen Familie“, schildert Ingrid Handl, die das TBZ leitet und die maximal 15 Tagesgäste pro Öffnungstag gemeinsam mit ihren beiden Mitarbeiterinnen betreut.

2020 war der September der am besten frequentierte Monat. An 14 Öffnungstagen wurden 133 Personen betreut (9,5 Schnitt). Im Jänner lag der Schnitt bei 9,7 Personen (107 Gäste an elf Öffnungstagen). Aktuell liegt man bei neun bis 14 Tagesästen, die aus der gesamten Region kommen – von Pöchlarn über Petzenkirchen und Bergland, Steinakirchen, Purgstall bis nach Gaming und natürlich aus den beiden Wieselburger Gemeinden. Dabei hat sich der Elektroniederflurbus „Stadtwiesel“ gut bewährt, der die Gäste aus den InRegion-Gemeinden um 2 Euro pro Fahrt nach Hause bringt (bislang 284 Fahrgäste vom TBZ).

Aktuelle Öffnungstage: Dienstag, Mittwoch und Freitag, jeweils 8 bis 16 Uhr. Info bei Ingrid Handl, 0660/1555178.