Vorrang für Radfahrer. Planung ist abgeschlossen, ab Herbst soll es in die Umsetzung gehen.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 19. Juni 2020 (04:39)
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Bürgermeister Josef Leitner (Mitte) mit den Mitarbeitern der Firma Planum – Georg Gumpinger, Marie-Thérèse Fallast, Kurt Fallast und Alexander Schaffenberger (von links) – beim internen Abschluss-Workshop im Wieselburger Rathaus.  
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Ein sinnvolles Miteinander von motorisiertem Verkehr, Radfahrern und Fußgängern – das hat sich die Stadtgemeinde Wieselburg als Ziel gesetzt. Ein Hauptpunkt dabei ist das Radwegekonzept, das über die gesamte Stadt gelegt wird und Leitfaden für die Radfahrer-freundliche und -taugliche Erschließung des Stadtzentrums als auch der Verbindungen zu den Arbeitsstätten, Schulen und Freizeiteinrichtungen sein soll. Im Vordergrund steht dabei die Alltagstauglichkeit.

Erarbeitet haben dieses Konzept Vertreter der Gemeinde, Wirtschaft und Bildungsstätten gemeinsam mit engagierten Wieselburgern und der Firma Planum in mehreren Workshops. „Durch Corona haben wir eine leichte Verzögerung zustande gebracht und mussten jetzt auch den Abschlussworkshop splitten“, erläutert Bürgermeister Josef Leitner.

„Es gibt nicht die guten Radfahrer und bösen Autofahrer. Nur die einen sind schwächer und müssen geschützt werden.“Kurt Fallast

Vor Kurzem fand der interne Abschluss mit Mitarbeitern und Gemeinderäten statt, demnächst folgt der externe Abschluss-Workshop. Danach muss der Gemeinderat das Radwegkonzept beschließen. Mit der Umsetzung der ersten Maßnahmen soll noch im Herbst begonnen werden, wobei es „ein Plan für mehrere Jahre sein wird“, wie Leitner betont. Immerhin belaufen sich die Gesamtkosten auf rund 1,5 Millionen Euro.

„Wichtig ist grundsätzlich die positive Einstellung der Stadt zu dem Thema sowie auch die Einbindung der Bevölkerung. Das ist beides geschehen und wird sich bei den ersten Umsetzungsmaßnahmen positiv auswirken. Man kann in Wieselburg mit relativ wenig Aufwand viel erreichen. Eines zeigen alle Projekte: Mit den ersten 20 Prozent erreicht man 80 Prozent der Wirkung“, ist Planum-Geschäftsführer Kurt Fallast überzeugt.