Wanderlust durch neue Wege. Naturfreunde und Stadtgemeinde Wieselburg entwarfen zwei Wanderrouten: Pfaffenberg- und Kratzenberg-Runde.

Von Anna Faltner. Erstellt am 10. Dezember 2020 (10:55)
Stolz auf das Projekt „Wieselburg wandert“: Naturfreunde-Obmann Robert Picker (links) und SP-Vizebürgermeister Peter Reiter.
Faltner

Oft sieht man die schönen Dinge, die direkt vor einem liegen, nicht. Man muss darauf hingewiesen werden. Und genau deshalb haben die Stadtgemeinde und die Naturfreunde vor rund einem Jahr damit begonnen, zwei Wanderrouten zu planen: die Pfaffenberg- und die Kratzenberg-Route.

Ursprünglich war der Plan, beide Wanderwege im Herbst mit einem Wandertag zu eröffnen. Corona sorgte für eine kleine Verzögerung und die Absage aller Events. Dennoch wurde im Hintergrund fleißig gearbeitet. „Wir haben bereits bestehende Wege auf befestigte Forststraßen verlegt, damit wir nicht mehr quer durch den Wald gehen, das Wild seine Ruhe hat und wir die Wege so einfacher reinigen können. Manche Leute hinterlassen leider schon ihren Schmutz in der Natur“, berichtet Naturfreunde-Obmann Robert Picker.

Beide Wanderwege werden schon genutzt

Anstoß für das Projekt war das 50-jährige Vereinsjubiläum der Naturfreunde im Vorjahr. Da nahm man sich zum Ziel, die Wanderwege in Wieselburg wieder zu beleben. Die Stadtgemeinde hat man schnell für das Projekt gewonnen. „Wir sind wirklich sehr froh, dass Herr Picker das in die Hand genommen hat. Und man merkt, sobald es eine Visualisierung oder einen Hinweis auf den Wanderweg gibt, kommen die Leute auch auf die Idee, diesen zu gehen“, ist SP-Vizebürgermeister Peter Reiter erfreut.

So übernahm die Stadtgemeinde die Kosten für die Beschilderung von 4.782 Euro, die Naturfreunde gestalteten und markierten die 12 und 13 Kilometer langen Routen. Kooperationsbereitschaft zeigten auch die Grundbesitzer, an denen die Wege vorbeiführen. Übrigens: Ihre Namen – Kratzenberg- und Pfaffenberg-Route – verdanken die beiden Wege ihren höchsten Erhebungen. Laut Picker und Reiter werden sie mit schönem Ötscherblick von den Wieselburgern schon gerne genutzt.