Wenn WhatsApp zur wichtigen Infoquelle wird. FH-Absolventin Julia Ramsmaier punktet in Krisenzeiten. Wieselburg hat bereits 1.000 Anmeldungen.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 25. März 2020 (04:34)
Julia Ramsmaier will mit ihrem WhatsApp-Service Gemeinden und Unternehmen helfen, offiziell und seriös ihre Bürger oder Mitarbeiter auf direktem Weg zu informieren. Gerdade in Corona-Krisenzeiten kann man damit auch Panikmache vorbeugen. 
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Seit Jahresbeginn hat die Stadtgemeinde Wieselburg einen WhatsApp-Infokanal eingerichtet und versorgt alle Bürger, die sich angemeldet haben, mit aktuellen Informationen beziehungsweise nimmt rund um die Uhr auch Anregungen entgegen, um Probleme auf kurzem Weg zu lösen.

In Corona-Zeiten hat dieser Infokanal Hochtouren. Waren es vor der Krise 500 Anmeldungen, so hat sich diese Zahl mittlerweile verdoppelt. Immer wieder kommen Infos über aktuelle Hilfsangebote für Risikogruppen genauso wie Not- und Servicedienste von Wieselburger Unternehmen.

„Diese Form von direkter Kommunikation ist auch eine gute Möglichkeit, einer Verbreitung von Fake-News über Soziale Medien vorzubeugen. Das Feedback aus der Bevölkerung ist überaus positiv“, freut sich Wieselburgs Bürgermeister Josef Leitner.

Hinter der Entwicklung dieses WhatsApp-Infodienstes, der inzwischen von immer mehr Gemeinden genutzt wird, steckt ein Wieselburger StartUp. Julia Ramsmaier, WhatsApp-Kommunikationsexpertin und Absolventin des Wieselburger FH-Campus, betreut mit ihrem Unternehmen WhappMarketing.com schon zahlreiche Gemeinden und Unternehmen und hilft, einen solchen Service professionell aufzubauen.

Dabei gibt es nämlich auch rechtliche und technische Aspekte der Kommunikation zu beachten. „Es handelt sich dabei nicht um eine normale WhatsApp-Gruppe. Da steckt weit mehr – vor allem auch rechtlich – dahinter. Das wissen leider viele Gemeinden nicht“, warnt Ramsmaier.