ZKW hat auch beim Kampf gegen Corona die Nase vorn. Seit Oktober gibt es fixe Teststraße bei ZKW. Ab sofort ist diese ins System von 144 Notruf NÖ integriert.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 03. Februar 2021 (17:37)
Corona-Beauftragter Bernhard Artmüller (links) und ZKW-Standortleiter Stefan Hauptmann in der bestens ausgestatteten, fixen ZKW-Teststraße im Wieselburger Werk.
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Mit 3.000 Mitarbeitern ist ZKW der größte Arbeitgeber der Region. Seit Ausbruch der Pandemie im Vorjahr hat ZKW globale und lokale Corona Task Forces eingerichtet, die im ständigen Austausch sind und entsprechende standortangepasste Maßnahmen setzen.

„So war es uns auch in Wieselburg möglich, die Produktion trotz der Pandemie, ohne Probleme durchgehend aufrechtzuerhalten. Unser Werk in Wieselburg war oft das Best Practice für unsere Produktionsstätten in der Slowakei, Tschechien oder Mexiko“, erklärt Stefan Hauptmann, Standortleiter von ZKW Lichtsysteme Wieselburg.

Denn wenngleich rund ein Drittel der Wieselburger ZKW-Mitarbeiter auf Homeoffice umgestellt wurde, so herrscht im Werk weiterhin durchgehend reges Treiben. Die jüngste Maßnahme betrifft FFP2-Masken. Rund 20.000 Stück hat ZKW für den Produktionsstandort in Wieselburg bestellt. „Wir haben bei uns grundsätzlich Maskenpflicht im Werk, aber FFP2-Masken können vor allem in der Produktion freiwillig getragen werden. Diese stellen wir den Mitarbeitern aber zur Verfügung“, erläutert Hauptmann.

Einer, der vor Ort hauptverantwortlich für die Umsetzung der Maßnahmen ist, ist Bernhard Artmüller. Der 32-jährige Purgstaller, in seiner Freizeit sowohl bei der Freiwilligen Feuerwehr Purgstall (seit 1998, aktuell Sachbearbeiter Feuerwehrmedizinischer Dienst) und dem Roten Kreuz Scheibbs als Rettungssanitäter (seit 2005) tätig, ist in „normalen Zeiten“ bei ZKW für Arbeitssicherheit und Brandschutz zuständig.

Die „normalen Zeiten“ sind seit März vorbei. „Die Corona-Pandemie hält uns auf Trab, aber wir meistern das meiner Meinung nach sehr gut“, schildert Artmüller, seit März Corona-Beauftragter bei ZKW. Das „Gut-Meistern“ bestätigte bereits im Herbst auch die Bezirksbehörde, die ZKW bescheinigte, „auf einem hohen Level in der Bewältigung der Pandemie“ zu agieren.

Bereits über 1.000 Tests abgenommen

Seit Oktober betreiben Bernhard Artmüller, Florian Hauss und ein erweitertes Team auch die fixe Corona-Teststraße im Betrieb. 1.015 Antigen-Schnelltests von ZKW-Mitarbeitern haben Artmüller und seine acht Tester mittlerweile abgenommen. Die Mitarbeiter können sich freiwillig zu bestimmten Zeiten testen lassen.

Im Verdachtsfall ist auch praktisch rund um die Uhr ein Test möglich. Und auch vor persönlichen Meetings wird regelmäßig getestet. „Natürlich waren auch einige positive Tests dabei. Durch die Tests konnten wir gemeinsam mit unserem firmeninternen und mit der Behörde abgestimmten Contact Tracing die Infektionsketten einfach schneller unterbrechen und so eine Ausbreitung in der Firma verhindern“, weiß Artmüller.

Die ZKW-Teststraße ist seit der Vorwoche nun auch wie die fixen Teststraßen der Gemeinden ins System von 144 Notruf NÖ integriert – ein gemeinsames Pilotprojekt von ZKW, der Wirtschaftskammer NÖ und Notruf NÖ. „Unsere Testergebnisse werden direkt ins System eingespielt. Dadurch kann man im Falle eines positiven Testergebnisses gleich direkt in eine PCR-Corona-Teststraße von Notruf NÖ fahren. Das erspart wieder Zeit und verringert die Infektionsgefahr“, sagt Artmüller.