MostiCon zeigte Kult aus einer anderen Welt. Highlights der japanischen, koreanischen und amerikanischen Kultur standen bei der Messe am Programm.

Von Anna Faltner. Erstellt am 01. Oktober 2020 (18:06)

Egal ob Pikachu, Darth Vader, Harry Potter‘s Professor McGonagall oder sämtliche Anime-Helden – am Wochenende waren sie alle (zumindest ihre Kostüme) in den Wieselburger Messehallen zu finden. Denn dort ging erstmals die „MostiCon“, eine Convention für Comic, Anime, Manga, K-Pop und Gaming, über die Bühne. Für viele Besucher, Händler und Künstler war es sogar die erste Messe in diesem Jahr.

Dass diese auch wirklich zustande kam, war keineswegs einfach. „Die Planung war heuer wirklich schwierig. Wir sind oft an unsere Grenzen gekommen“, erzählt Organisatorin Jessica Hörmann.

Die Tage und Wochen bis zur Messe legte sie zahlreiche Nachtschichten ein. Die Amstettnerin hat sich für die Convention zur Corona-Beauftragten ausbilden lassen und auch alle Mitarbeiter der „MostiCon“ darauf geschult.

Das Sicherheitskonzept wurde vorbildlich umgesetzt – mit Mund-Nasenschutz-Pflicht am gesamten Areal (außer bei Tisch in der Wies‘n Gastro), Hygienestationen an allen Ecken und auch die Seminarräume wurden nach jedem Workshop desinfiziert und gut durchlüftet.

Publikum aus vielen Ländern angereist

Spannend war auch die Anreise so mancher Händler und Künstler, denn die kamen nicht nur aus Österreich, sondern auch aus Italien, Spanien, Deutschland, Frankreich, Holland und Tschechien nach Wieselburg. Manche mussten dafür einen negativen PCR-Test vorweisen.

Schlussendlich ist Hörmann stolz darauf, dass sie nach der Absage der „Vienna Comic Con“ alle Gospel-, Manga- und Gamingfans zur bereits zweiten „MostiCon“ einladen konnte.

Die Idee, die Messe ins Leben zu rufen, kam ihm beim Besuch ähnlicher Events. „Die Leute wirken auf solchen Conventions immer so glücklich. Es ist wie eine riesengroße Familie. Und bei uns in der Umgebung gibt es kaum eine Plattform dafür“, erklärt sie.

Ziel war es, etwas Qualitatives anzubieten, wo man Neues lernen kann und dabei Spaß hat. „Wir verbinden koreanische, japanische und amerikanische Kultur in einer Messe. Es geht auch darum, neue Kulturen kennenzulernen“, sagt Hörmann. Mit den vielseitigen Workshops – Lederprägen, 3D-Druck, Schmuckgestaltung, „How to start with Cosplay“ oder Japanisch für Anfänger – kommen alle Besucher während der dreitägigen Messe auf ihre Kosten.

Etwas Besonderes war die „MostiCon“ auch für die Gruppe der „Lightsaber Battleshow“. In Wieselburg zeigten sie heuer erstmals (!) ihren „Starwars“-Showkampf. Für Alex Wieser und Max Stricker von „Gundi‘s Tick-Oh-Thek“ aus dem Mühlviertel war es heuer die zweite Messe. Normal sind es um einige mehr. „Für Händler, Veranstalter und Künstler ist dieses Jahr wirklich schlimm. Ich denke auch, dass sich manche Leute vom Maskentragen abschrecken lassen“, meint Max Stricker.