Am Weg zum UNESCO-Weltnaturerbe. Premieren-Besuch von Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter. Demnächst folgt UNESCO-Expertendelegation.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 19. September 2016 (20:33)
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Der 400 Hektar große Urwald Rothwald ist der größte Urwaldrest Mitteleuropas. Hier hat seit der letzten Eiszeit nie ein Mensch mit Axt oder Motorsäge eingegriffen. Für Forstarbeiten war der Urwald stets uninteressant, weil aufgrund der Kessellage das Holz nie abtransportiert werden konnte. Zudem spielte auch der Streit zwischen den Klöstern Gaming und Admont dem Naturschutz in die Karten. Bereits 1875 stellte der damalige Besitzer Albert Rothschild das Gebiet unter Schutz und rettete es damit endgültig für sich und seine Nachwelt.

Seit Ende 2002 ist die Gesamtfläche des Wildnisgebietes Dürrenstein durch Erklärung zum Naturschutzgebiet dauerhaft gesichert. Die Anerkennung als erstes Wildnisgebiet Österreichs der Kategorie I nach den Kriterien der Weltnaturschutzorganisation IUCN wurde im Jahr 2003 verliehen. Damit steht das 3.500 Hektar große Wildnisgebiet Dürrenstein von der Schutzkategorie über den Nationalparken.

Im kommenden Jahr soll das Wildnisgebiet Dürrenstein zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt werden. Im Oktober erwartet die Schutzgebietsverwaltung die UNESCO-Experten-Delegation zur Inspektion des größten Fichten-, Tannen- und Buchenurwaldes der Alpen. „Wir sind optimistisch, dass wir diese höchste Auszeichnung erreichen werden“, sagt Wildnisgvvbiets-Geschäfstsführer Christoph Leditznig im Rahmen einer besonderen Exkursion am vergangenen Freitag.

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