Retter am Hochkar im Dauereinsatz. 21 Göstlinger Bergretter übten für den Notfall am Hochkar. Seit Saisonstart waren die Retter bereits 24 Mal im Einsatz.

Von Claudia Christ. Erstellt am 09. Januar 2020 (04:56)
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Winterliche Bedingungen fanden die Bergretter bei ihrer zweiten Winterübung am Hochkar vor.
Bergrettung Göstling

Mit der Freigabe der Skipisten beginnt für die Mitglieder der Bergrettung Göstling die stressige Zeit. Trotz verspätetem Start am 14. Dezember sieht die bisherige Bilanz alles andere als rosig aus: 24 Einsätze, bei fünf musste der Hubschrauber geordert werden. „Der stärkste Tag war bislang der 30. Dezember mit gleich acht Einsätzen“, informiert Brigitte Wöss.

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Am Klettersteig: Ausbildungsleiter Markus Cerny (unten) sowie Kamerad Jürgen Teufel (oben).
Bergrettung Göstling

Selbstüberschätzung gilt als die Hauptursache bei Unfällen, gefolgt von der Nichtbeachtung von gesperrten Pisten. „Und auch die Lawinenwarnungen haben natürlich ihren Sinn“, betont die Expertin.

Um für den Ernstfall bestens gerüstet zu sein, fand vergangene Woche bereits die zweite Winterübung am Hochkar statt. Dabei übten die Bergretter das Bewegen im winterlichen Klettersteig, das Versorgen von Verletzten, Bergung mit dem Akja auf und abseits der Piste sowie den Aufstieg im Gelände unter Beachtung der „Stop or Go“- Regel. Diese gilt als Faustregeln, um das Risiko eines Lawinenunfalls unter Berücksichtigung der Hangneigung, der Lawinengefahr, Exposition und Schneebeschaffenheit zu minimieren.Zudem wurde ein Verschütteter mittels LVS-Gerät geortet und schnellstmöglich ausgegraben.