"Wir lassen uns Tag der Arbeit nicht nehmen". Rund 120 Genossen nahmen am Vorabend des 1. Mai an der Bezirksmaifeier der SPÖ Bezirksorganisation Scheibbs in Wieselburg teil und ließen sich die positive Stimmung auch vom Starkregen nicht nehmen, der beim Fackelumzug kurz vor dem "Ziel", dem Haus der Zukunft in Wieselburg einsetzte.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 01. Mai 2019 (08:15)
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Vorneweg die Musikkapelle Wieselburg, dahinter die Fahnenträger und dann die SPÖ-Bezirksspitze mit Nationalratsabgeordneter Renate Gruber, AKNÖ-Präsident Markus Wieser, Wieselburgs Bürgermeister Sepp Leitner und Wieselburgs-Stadtparteiobmann Herbert Hörmann - alle mit Fackeln ausgerüstet, deren Flammen sie gegen den teilweise starken Wind zu schützen versuchten.

Dass die Flamme der Arbeitnehmerbewegung nicht so schnell verlischt, auch wenn die Regierung versucht, "sie durch die Kürzung von finanziellen Mitteln zu schwächen und die Sozialpartnerschaft zu untergraben", betonte Markus Wieser im Hauptreferat des Abends, nach dem Umzug im Haus der Zukunft. "Den Tag der Arbeit lassen wir uns nicht nehmen. Vor genau 100 Jahren haben Arbeitnehmervertreter für diesen Feiertag enorm gekämpft. Dass ist nicht einfach nur ein Feiertag. Das ist unser Feiertag", tönte es von Wieser durch den Saal und heftiger Applaus folgte.

Die Sozialdemokratie verspürt nach den erfolgreichen AK-Wahlen wieder etwas Aufwind und will sich verstärkt als Partei für die Arbeitnehmer positionieren. Das zeigte sich an diesem Vorabend des Tag der Arbeit in Wieselburg deutlich. Und so verkündete auch Markus Wieser, dass die sozialdemokratischen Werte Zukunft haben. "Wir müssen diese aber nach außen tragen, damit den Menschen auch bewusst wird, wer sich für sie einsetzt. Dazu müssen wir uns bekennen, nur so sind wir eine positive Macht", betonte Wieser.

Durchaus scharfe Töne gab es auch schon zuvor bei der Rede von SJ-Landesgeschäftsführerin und EU-Bezirksspitzenkandidatin Melanie Zovnik. Die Scheibbserin, Nummer zwei der EU-Kandidatenliste der SPÖ NÖ, appellierte als bekennende Europäerin, Probleme gemeinsam auf europäischer Ebene zu lösen.

"Wir dürfen Europa nicht den Nationalisten, Rechtsextremen oder Konservativen überlassen, sondern müssen ein solidarisches Europa schaffen. Dazu bedarf es aber am 26. Mai Eurer Stimmen für die SPÖ", richtete Zvonik einen klaren Appell an die Anwesenden, sich auch bei der EU-Wahl mit vollem Engagement "ins Zeug zu werfen. Die EU mag weit weg sein, aber sie betrifft und alle, sobald wir aus dem Haus gehen", sagte Zvonik.