Der Wasserpreis steigt erstmals seit 26 Jahren

Mandatare erhöhen Wasserbenützungsgebühr auf 1,15 Euro. Für Bereitstellung zahlen Wolfpassinger nun 69 Euro im Jahr.

Anna Faltner Erstellt am 15. Oktober 2020 | 12:07
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Foto: EVN Rumpler

Da die älteren Bestandteile der Wasserversorgungsanlage mittlerweile schon rund 40 Jahre alt sind, werden in den kommenden Jahren vermutlich auch Sanierungsarbeiten auf die Marktgemeinde zukommen. „Diese müssen wir selbst aus den Rücklagen der Wasserversorgungsanlage bezahlen“, informierte VP-Bürgermeister Friedrich Salzer in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Und so wird eine Erhöhung der Wasserbezugsgebühren nach 26 Jahren (!) fast unumgänglich.

Im Zuge der Vermögenserfassung durch die neue Voranschlags- und Rechnungsabschlussverordnung wurden in den vergangenen Monaten die Vermögenswerte der Marktgemeinde erhoben. „Dass wir beim Wasser sehr günstig sind, wissen wir schon seit vielen Jahren. Wir haben uns jetzt im Bezirk umgeschaut und festgestellt, dass wir tatsächlich die Günstigsten sind“, berichtete Salzer.

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Eine Stimmenthaltung: „Schlechter Zeitpunkt“

Momentan hebt die Marktgemeinde 0,95 Euro pro Kubikmeter ein. Der Mittelwert im Bezirk liegt bei 1,23 Euro. Die jährliche Bereitstellungsgebühr liegt derzeit bei 60 Euro in Wolfpassing, im Bezirk bei durchschnittlich 70 Euro. Für beide Gebühren gibt es nun neue Preise: Die Benutzungsgebühr erhöht sich auf 1,15 Euro pro Kubikmeter, die Bereitstellungsgebühr auf 69 Euro pro Jahr. Kurz vor der Abstimmung meldete sich der geschäftsführende VP-Gemeinderat Karl Krondorfer zu Wort: „Für mich ist jetzt der schlechteste Zeitpunkt für eine Gebührenerhöhung. Ich denke, dass in nächster Zeit viele Leute aufs Geld schauen müssen.“ Friedrich Schaller (FPÖ), Helfried Halmschlager (SPÖ) und Eva Wallner (ÖVP) reagierten darauf. Zusammengefasst: Nach 26 Jahren sei eine Erhöhung absolut gerechtfertigt, zudem handle es sich um eine Empfehlung vom Land. Krondorfer enthielt sich als einziger der Stimme.