Die Gefahr am Schulweg: Zebrastreifen gefordert!. Eltern aus Zarnsdorf wünschen sich Sicherheit für ihre Kinder. Thema wird neu verhandelt.

Von Anna Faltner. Erstellt am 10. September 2019 (05:06)
Anna Faltner
Lassen ihre Kinder rund um die Bushaltestelle an der Purgstallerstraße nicht aus den Augen: Lisa Kastenberger mit Sohn Lukas und Petra Gerersdorfer.  Foto: Faltner

Wenn ihre Söhne sich auf den Schulweg machen, haben Petra Gerersdorfer und Lisa Kastenberger keine ruhige Minute. Denn um überhaupt erst zur Bushaltestelle zu gelangen, müssen die Kinder (ohne Zebrastreifen) die stark befahrene Landesstraße 89 („Purgstallerstraße“) überqueren. Ein Problem, das die Mütter schon seit zwei Jahren beschäftigt.

Aufgrund des neuen Busfahrplans (siehe Seiten 4 und 5) und der Umleitung der LB25 aufgrund der Bauarbeiten in Mühling (ab 9. September) befürchten sie, dass sich die Lage sogar noch verschärft.

„Das ist absolut verantwortungslos. Wir diskutieren seit zwei Jahren darüber, dass wir uns lediglich sechs Striche über die Straße wünschen. Fast kein Auto bleibt stehen und lässt die Kinder über die Straße gehen. Ich würde meinen achtjährigen Sohn nie alleine hier gehen lassen“, betont Petra Gerersdorfer. Damit ist die Zarnsdorferin nicht allein. Mittlerweile werden viele Kinder von ihren Eltern zur Schule oder zumindest zur Haltestelle gebracht.

Zebrastreifen wird im Oktober neu verhandelt

Die Gefahrenstelle ist auch am Gemeindeamt bekannt. „Momentan fahren 67 Pflichtschüler aus Zarnsdorf nach Steinakirchen in die Schule. Viele Autofahrer wissen nicht, dass hier Kinder die Straße queren, daher gehen sie vom Gas auch nicht runter“, berichtet VP-Bürgermeister Friedrich Salzer.

Die Gemeinde habe sich in den letzten Jahren vehement für einen Zebrastreifen eingesetzt, von der Bezirkshauptmannschaft wurde der allerdings nicht genehmigt. Stattdessen wurden eine Gehsteig-Abschrägung sowie eine Straßenlaterne eingerichtet, um Schutz zu bieten. Nun hat der Ortschef – aufgrund der zugespitzten Busproblematik – erneut um eine Verkehrsverhandlung angesucht. Und die soll am 9. Oktober stattfinden.

Das kann Bezirkshauptmann-Stellvertreter Christian Pehofer bestätigen: „Wir haben sofort eine neue Erhebung eingeleitet. Das Ganze wird Anfang Oktober neu verhandelt.“ Die Anforderungen für einen Zebrastreifen sind mindestens 25 Personen pro Stunde, die die Straße queren und mindestens 200 Autos pro Stunde, die vorbeifahren. „Zum damaligen Zeitpunkt war ein Schutzweg durch diese Kriterien nicht begründbar. Durch den neuen Busfahrplan hat sich das vermutlich geändert“, ist er zuversichtlich.

Eine optimale Zusatzoption wäre auch ein Schülerlotsendienst, der in Zusammenarbeit mit der Polizei und einer raschen Einschulung eingeführt werden könnte. „Welche möglichen ergänzenden Maßnahmen getroffen werden, zeigen dann die Ergebnisse der Erhebung“, sagt Pehofer.