Ein Circus-Zelt ohne Gäste

Erstellt am 16. April 2020 | 03:45
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Müssen aktuell auf alle Gastspiele verzichten: Circus-Direktor Pascal Reinhard mit seiner Frau Marie Reinhard und den Kindern Anitta (12, Artistin), Jamy (9, Clown) und Francesca (7, Artistin).
Foto: Robert Rieger Photography
Im November ging der Circus Roselli in die Winterpause, im März sollte es eigentlich wieder losgehen. Nun sitzt Familie Reinhard in Wolfpassing fest – ohne Auftritte.
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Wenn die Circus-Saison Anfang November zu Ende geht, geht Familie Reinhard in die Winterpause. Zum zweiten Mal hat die (mittlerweile) sechsköpfige Familie ihr Winterlager in Wolfpassing aufgeschlagen. Normalerweise verlassen sie dieses im März wieder, um ihre Tournee durch ganz Österreich zu starten. Dem machte das Coronavirus heuer einen Strich durch die Rechnung. „Wir sitzen fest und wissen nicht, wie es weitergeht“, sagt Circus Roselli-Direktor Pascal Reinhard im NÖN-Telefonat.

Vom Tourneestart wäre die Familie weiter Richtung Waldviertel und dann ins Burgenland gezogen. Zwei Orte pro Woche stehen für gewöhnlich auf dem Programm. Familie Reinhard lebt von der Artistik und der Clownerie. „Normalerweise können wir damit ohne Probleme unsere Unkosten decken. Momentan aber nicht. Wir hatten nie damit gerechnet, dass wir einmal so hilflos sein würden“, sagt Reinhard. Deshalb hat die Circusfamilie „gezwungenermaßen“ einen Spendenaufruf gestartet. Denn so wie die derzeitige Lage aussieht, kann die Künstlerfamilie ihre Tätigkeit wohl frühestens im Sommer wieder aufnehmen. Neben Hühnern, Tauben und Hunden muss sich die Familie – die in der Vorwoche durch Baby Jesse-Rey gewachsen ist – natürlich auch selbst versorgen.

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