Nahwärmeanlage bei Schloss ist startklar. Kurz bevor die Corona-Situation alle Kontakte verbot, traf sich die Fernwärmeversorgung Steinakirchen zur Gleichenfeier.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 11. März 2020 (12:33)
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Die Fernwärmegenossenschaft Steinakirchen traf sich am Freitag zur Bauabschlussfeier für die Nahwärmeanlage beim Schloss Wolfpassing.
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Die FWG-Fernwärmegenossenschaft Steinakirchen wurde im März 2000 von 14 Gründungsmitgliedern in Steinakirchen gegründet und betreibt mit nunmehr schon 40 Mitgliedern mittlerweile vier Nahwärmeanlagen in Wang, Steinakirchen, und in Wolfpassing (ATZ und Schloss Wolfpassing). Seit 2017 liefen die Vorbereitungen zur Realisierung der Nahwärmeanlage für das Schloss Wolfpassing, wo nun mit dem Bauabschluss die Realisierung abgeschlossen wurde.

Für das Schloss Wolfpassing und den Wirtschaftshof, das der SWB Schloss Wolfpassing Bewirtschaftungs GmbH gehört und für die geplanten und bereits realisierten Wohnhausanlagen der GEDESAG besteht ein Wärmebedarf von rund einem Megawatt und etwa 1,35 Millionen Kilowattstunden Wärme. Dazu hat die Genossenschaft 1,25 Millionen Euro in die neue Nahwärmeanlage, die am bestehenden Standort am interkommunalen Betriebsgebiet neben dem ATZ gebaut wurde, investiert.

Die 40 Mitglieder der Genossenschaft bringen neben dem erforderlichen Eigenkapital von rund 100.000 Euro auch das benötigte Heizmaterial von rd. 2.600 Schüttraummeter Holzhackgut aus den Wäldern des kleinen und großen Erlauftals auf, was der Region eine Wertschöpfung von jährlich 60.000 Euro bringt. Das Schloss wurde bisher mit mehr als rund 100.000 Liter Öl beheizt, was mit der Heizungsumstellung somit eine CO2 Einsparung von 300 Tonnen pro Jahr bewirkt.

Die Biomasse Anlage versorgt die bestehenden Wohnungen der GEDESAG, die bestehenden Wohnhausanlagen der SWB sowie das Schloss und den Wirtschaftshof mit Käserei mit Wärme.