Dringender Hilferuf: Kinderheim steht vor Schließung. Die Heizkosten sprengen das Budget des Wolfpassinger Vereins „Stern der Hoffnung-Kinderhilfe“.

Von Jutta Streimelweger. Erstellt am 01. Februar 2017 (05:00)
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Die Kinder und Jugendlichen des Kinderheims in Rumänien. Bereits seit zehn Jahren unterstützt der Wolfpassinger Verein Verein „Stern der Hoffnung-Kinderhilfe“ das Heim.

Es schneit, draußen ist es kalt – drinnen wohlig warm. Noch. Nur noch 29 von ursprünglich 40 Kindern leben im privat geführten Kinderheim in Alba Julia in Rumänien, das vom Wolfpassinger Verein „Stern der Hoffnung-Kinderhilfe“ unterstützt wird.

Der Grund: Die Heizkosten sprengen das Budget und inzwischen haben sich Schulden angehäuft. Ein Teil des Kinderheims wurde nun geräumt, um Kosten zu sparen. Die anderen elf Jugendlichen kamen in einem Studentenwohnheim unter.

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Noch haben die Kinder ein Dach über dem Kopf, geht die Situation so weiter, stehen sie auf der Straße.

"Haben keinen Plan B"

Für Hubert Pousek von „Stern der Hoffnung-Kinderhilfe“ herzerreißend: „Wir haben keinen Plan B. Wir können auf keine institutionelle Unterstützung in Rumänien hoffen.“

Finanziert wird das Heim durch das Kindergeld und Spenden, allerdings machen allein die monatlichen Heizkosten knapp 900 Euro aus. „Wir haben kein Geld mehr, um den laufenden Betrieb zu stemmen“, hofft der Wolfpassinger auf Spenden. Denn: „Da wir ja für unsere anvertrauten Kinder große Verantwortung übernommen haben, können wir sie doch nicht wieder auf die Straße schicken.“

Patenschaften als nachhaltige Hilfe

„Besonders nachhaltig wäre es wenn sich Leute bereit erklären, eine Patenschaft für einer der Kinder zu übernehmen“, erklärt Pousek, dass dann natürlich auch E-Mail oder Briefverkehr möglich ist. „Die Kinder brauchen Geborgenheit. Sie haben sogar die Fotos ihrer Paten am Nachttisch stehen.“ Jeder Euro sei derzeit Gold wert, eine Schließung des Kinderheims wäre fatal für die Kinder. Sie müssten dann auf der Straße leben.

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Ein großer Teil des Kinderheims steht derzeit aufgrund der hohen Kosten leer.