Startschuss für Breitband im Ybbstal. Ende 2018 haben 5.000 Haushalte und Betriebe im Ybbstal freie Fahrt auf der Datenautobahn. Ybbsitz, Waidhofen, St. Georgen/Reith, Opponitz, Hollenstein sind dabei.

Von Leo Lugmayr. Erstellt am 18. Dezember 2017 (08:45)
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Das Ybbstal startet in die Breitbandzukunft: die Bürgermeister Manuela Zebenholzer (Hollenstein), Martin Ploderer (Lunz am See), Werner Krammer (Waidhofen), Josef Hofmarcher (Ybbsitz), Johann Lueger (Opponitz), Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer, Wirtschafts- und Technologielandesrätin Petra Bohuslav, Nationalratsabgeordneter Andreas Hanger, Landtagsabgeordneter Anton Kasser, ecoplus-Geschäftsführer Jochen Danninger und Bürgermeister Friedrich Fahrnberger (Göstling) (v.l.).
NOEN, Lugmayr

In vier Pilotregionen wird im Moment das Niederösterreichische Breitbandmodell erprobt – das Ybbstal ist eine davon. Der offizielle Spatenstich zum Projekt fand am Mittwoch der Vorwoche in Ybbsitz im Beisein von Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav, Nationalratsabgeordnetem Andreas Hanger und der Bürgermeister des Ybbstals statt. Bis Ende 2018 wird die nö Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (nöGIG), ein Tochterunternehmen von ecoplus, mehr als 5.000 Haushalte und Betriebe der Region mit Glasfaseranschlüssen versorgt haben. „Leistungsfähige Internetverbindungen sind das Rückgrat unserer Wirtschaft“, weiß Bohuslav. Eine zukunftsfähige Breitbandinfrastruktur habe genügend Kapazitäten für die nächsten Jahrzehnte. „Das ist das wichtigste Infrastrukturprojekt dieses Jahrhunderts. Was hier gebaut wird, ist mit einer Autobahn mit beinahe unendlichen Kapazitäten vergleichbar. So bekommen alle eine direkte Zufahrt auf diese Autobahn.“

 

5.000 Haushalte sollen 2018 versorgt sein

 

„Das ist das wichtigste Infrastrukturprojekt dieses Jahrhunderts.“

Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav

Begeistert zeigte sich der Ybbsitzer Bürgermeister Josef Hofmarcher, in dessen Gemeinde der Spatenstich gesetzt wurde: „Die Zusammenarbeit mit Land und nöGIG läuft hervorragend. Man spürt, dass allen bewusst ist, dass wir bei diesem Projekt an einem Strang ziehen müssen.“ Auch die Bürgermeister Martin Ploderer (Lunz) und Friedrich Fahrnberger (Göstling) orten Aufbruchstimmung. „Das ist die große Chance für die Region und kann Abwanderung eindämmen“, sagt Fahrnberger.

Aus der Bevölkerung kam im Vorfeld positives Echo. In den sieben Gemeinden der Pilotregion Ybbstal-Eisenstraße gab es jeweils mehr als 40-prozentige Zustimmungswerte für das Projekt. In drei Ybbstalgemeinden wurden bereits Generalunternehmer mit dem Bau beauftragt. In Ybbsitz sind 1.300 bestellte Anschlüsse in Umsetzung, in Göstling und Waidhofen je 1.200. In Hollenstein, Opponitz, St. Georgen/Reith und Lunz steht man kurz vor der Beauftragung der Baumaßnahmen.

Das nö Modell sei geeignet, ländliche Regionen mit leistungsfähigem Internet zu versorgen, ist sich nöGIG-Geschäftsführer Hartwig Tauber sicher: „Wir starten hier heute in die Glasfaserzukunft.“ Auch der Geschäftsführer von ecoplus, Jochen Danninger, ist von der Bedeutung des Glasfaserausbaus überzeugt: „Dieser Spatenstich ist ein wichtiger Meilenstein.“

Neben der Region Ybbstal-Eisenstraße kamen die Regionen Gmünd, Thayatal und Triestingtal in den Genuss, Pilotregion zu sein. Für die Umsetzung wurde vom Land ein Sonderbudget von 5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Auf Basis der Erkenntnisse der Pilotprojekte wird über weiteren Umsetzungen entschieden.