Zeichen von tiefer Verbundenheit. Viel Applaus in der Kirche Zwei Mal Standing Ovations und minutenlanger Applaus – und das bei der Sonntagmesse in der voll besetzten Wieselburger Stadtpfarrkirche. Aber nicht, weil dort ein grandioses Konzert stattgefunden hätte. Nein, dieses Mal war es ein Zeichen von tiefer Verbundenheit. Der Applaus galt Pfarrer Josef Kowar.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 21. Juli 2019 (15:36)

Der 54-jährige, gebürtige Harbacher Josef Kowar war seit 1. September 2015 Stadtpfarrer in Wieselburg. Nun hat ihn Bischof Alois Schwarz mit 1. September dieses Jahres zum neuen Dompfarrer in St. Pölten berufen. Am vergangenen Sonntag nahm Kowar daher von seiner Wieselburger Pfarrgemeinde Abschied und bedankte sich für die vielen guten Gespräche, die Wertschätzung, das große Verständnis und das Miteinander von Pfarre, Gemeinden, Schulen, Vereinen und Körperschaften. „Es waren vier sehr schöne Jahre“, unterstrich Kowar in seinen Dankesworten.

„Wir haben Sie als aufmerksam zuhörenden, herzlichen und verlässlichen Menschen kennengelernt, dem neben der persönlichen Seelsorge auch das aktive dynamische Kirchenleben wichtig ist. Daher sagen wir Danke. Sie gehen uns jetzt schon ab“, betonte im Gegenzug der Wieselburger Bürgermeister Sepp Leitner und überreichte Kowar als Erinnerung ein Aquarell der Wieselburger Pfarrkirche von Johannes Scheruga.

Eine von Renate Kitzwögerer und Ingrid Handl gestalteten Bildband über Wieselburg hatte Land-Bürgermeister Karl Gerstl als Andenken parat. Ein Schaf, einen Hirtenstock und eigens kreierte Vitaminpillen übergab Diakon Bernhard Neumeier. Ein Bschoad Binkerl für die Reise nach St. Pölten gab es von den Wieselburger Ministranten und der stellvertretende Pfarrgemeinderatsobmann Andreas Seifert legte im Namen der Pfarrgemeinde noch einen Gutschein und ein von NÖN-Mitarbeiterin Karin Heigl gestaltetes Fotobuch mit Erinnerungen an viele kirchliche Feiern in den vergangenen vier Jahren drauf.

Im Anschluss an die vom Spontanchor unter der Leitung von Elfi Pfernkopf und dem Seniorenchor sehr musikalisch mitgestaltete Messe gab es eine Agape am Kirchenplatz, wo die Stadtkapelle unter Kapellmeister Stefan Wippl aufspielte und sich Abordnungen der Feuerwehr, des Kameradschaftsbundes sowie des Trachtenvereins und viele Private von Josef Kowar sehr persönlich verabschiedeten.