Zukunft ist noch ungewiss. Seit 1998 ist das Mendlingtal eines der Top-Ausflugsziele der Region. Dennoch könnte am 1. Mai die letzte Saison der Erlebniswelt beginnen. Der Pachtvertrag läuft 2014 aus.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 25. März 2014 (23:59)
Am 1. Mai startet die Erlebniswelt Mendlingtal in die neue Saison. »Es wäre ewig schade, wenn es die letzte wäre«, sagt Bürgermeister Franz Heigl. Dennoch: Derzeit ist die Zukunft des Mendlingtals noch ungewiss.
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Von Christian Eplinger

25.000 bis 30.000 Besucher wandern seit 1998 alljährlich durch die rund 2,5 Kilometer lange Erlebniswelt Mendlingtal in Göstling. Die Erlebniswelt hat viel zu bieten: von einer der letzten noch funktionierenden Holztriftanlagen Mitteleuropas über die wasserbetriebene Mühle, dem Schmiedegesellenhaus, den Herrenhaus-Fischteichen, dem Brotbackhaus bis hin zur Venezianischen Brettersäge. Daher zählt das Mendlingtal zu Recht zu den Top-Ausflugszielen Niederösterreichs.

Erlebniswelt droht das Aus

Und dennoch droht der Erlebniswelt nach dem heurigen Jahr – die Saison geht von 1. Mai bis 26. Oktober – das Aus. „Ende des Jahres läuft der Pachtvertrag mit der Familie Staudinger beziehungsweise den Österreichischen Bundesforsten aus. Während wir mit den Bundesforsten bezüglich Vertragsverlängerung schon weit sind, ziehen sich diese mit der Familie Staudinger in die Länge. Da haben wir noch keinen gemeinsamen Nenner gefunden“, schildert Bürgermeister Franz Heigl der NÖN.

Die Gemeinde Göstling muss alljährlich einiges investieren, um den Betrieb zu sichern. 2013 musste die Steganlage durch die Notklamm erneuert werden und auch ein Teil des alten Nebengebäudes beim Eingang wurde aus Sicherheitsgründen abgetragen. Der übrige Teil erhielt ein neues Dach.

„Wir können uns nicht hohe Pachtforderungen aufzwingen lassen“

„Wir hatten 2013 als Gemeinde Gesamtkosten von 78.000 Euro und müssen auch künftig die Steganlagen Stück für Stück erneuern – nach über 15 Jahren sind diese einfach teilweise sanierungsbedürftig. Da können wir uns nicht auch noch weitere hohe Pachtforderungen aufzwingen lassen“, sagt Heigl.

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Eine Entscheidung, wie es im Mendlingtal nach 2014 weitergeht, soll spätestens am 14. Mai fallen. Da ist eine Sitzung zwischen Gemeinde, Tourismusverantwortlichen, Grundeigentümern, Land und der Tourismusberatungsagentur „Siegel+Kaiser“ anberaumt. „Wir müssen eine gemeinsame Lösung finden. Es wäre ewig schade, um diese tolle Tourismusattraktion – gerade jetzt, wo wir alle den Sommertourismus verstärken wollen“, weiß Heigl.

Eine weitere Attraktion für den Sommer will man in Göstling heuer übrigens eröffnen: Den neuen Eulenweg im Steinbachtal.