Bahnunfall hat am Montag gerichtliches Nachspiel. Zwei Jahre nach einem Bahnunfall im Bezirk Scheibbs steht kommenden Montag ein 53-Jähriger in St. Pölten wegen fahrlässiger Gemeingefährdung und fahrlässiger schwerer Körperverletzung vor Gericht.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 12. Oktober 2018 (12:50)
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Zwei Güterwaggons prallten am Mittwoch in Wieselburg gegen den Regionalzug 7012, der auf dem Weg von St. Pölten nach Scheibbs war.
Karin Heigl

Durch eine Unachtsamkeit des Mannes bei Verschubarbeiten sollen fünf Waggons entrollt sein. Nach 20 Kilometern kam es in Wieselburg zu einer Kollision mit einem Zug, bei der 18 Personen verletzt wurden. NÖN.at berichtete: 

Wagengruppe löste sich los

Der Mann arbeitete laut Anklage als Verschieber im Bahnhof Randegg. Er soll dafür verantwortlich sein, dass am 19. Oktober 2016 eine Wagengruppe - bestehend aus einem Mannschafts- und vier Güterwagen - sich loslöste und den Weg bis Wieselburg unkontrolliert zurücklegen konnte.

18 Verletzte

Bei dem Zusammenstoß der herrenlosen Waggons mit dem Regionalzug, der aus St. Pölten nach Scheibbs unterwegs war, erlitten der Anklage zufolge vier Personen schwere und 14 leichte Blessuren. Unter den Verletzten war auch der Triebwagenführer.

Nach dem Unfall standen Rettungs- und Notarztwagen sowie der Hubschrauber "Christophorus 15" im Einsatz. Auch zwei Feuerwehren rückten aus.

Der Angeklagte muss sich am Montag am Landesgericht St. Pölten vor einem Einzelrichter verantworten. Im Fall eines Schuldspruchs drohen ihm bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe.