Ansturm auf Photovoltaik im Bezirk Bruck an der Leitha

Erstellt am 06. Mai 2022 | 12:38
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Alleine 180 Netzzugangsanträge im April. Der aktuelle Preisanstieg auf den Energiemärkten macht sich auch bei der EVN-Tochter Netz NÖ bemerkbar. Denn diese ist für den Anschluss von Photovoltaik-Anlagen zuständig.

Niederösterreichweit wurden heuer bereits nicht weniger als 13.700 Netzzugangsanträge gestellt. Das sind doppelt so viele Anträge als im Vorjahr.

Auch im Bezirk Bruck an der Leitha wurden alleine im April 180 Netzzugangsanträge gestellt. Gleichzeitig konnten 52 neue Anlagen fertig gemeldet werden. Das sind knapp 20 % mehr Anlagen als noch im April 2021.

Caroline Riemer
Foto: Netz NÖ / Wurnig bzw. Netz NÖ / Rumpler

„Wir freuen uns über den Ansturm auf die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen. Das bestätigt nochmals den Trend, der sich bereits in den Vorjahren abzuzeichnen begann“, sagt Caroline Riemer, Leiterin Service Center Netz NÖ in Bruck an der Leitha.  

In ganz Niederösterreich wurden im April 2.280 Anlagen fertig gemeldet, sodass nun bereits mehr als 51.000 PV-Anlagen in das Netz der Netz NÖ einspeisen.

Von der Prüfung bis zum Anschluss

Für die Errichtung einer Photovoltaik-Anlagen ist immer dann eine Prüfung durch den Netzbetreiber erforderlich, wenn nicht der gesamte Strom in der Kundenanlage vor Ort verbraucht wird, sondern „Überschussstrom“ ins Netz eingespeist werden soll. Durch diese Prüfung wird sichergestellt, dass der dezentral erzeugte Strom bei Einspeisung in das öffentliche Stromnetz die Sicherheit der Stromversorgung und die Spannungsqualität anderer Netzkunden nicht beeinträchtigt.

„Der enorme Ansturm stellt uns da und dort vor große Herausforderungen. Jede angefragte Anlage wird – abhängig von ihrer Größe und der benötigten Netzkapazität am Anschlusspunkt – einer automatisierten oder einer individuellen Anschlussprüfung unterzogen. Diese ist notwendig, um auch weiterhin einen reibungslosen Betrieb des Stromnetzes sicherzustellen zu können. Wir müssen die Versorgungssicherheit im Auge behalten“, so Riemer.