Übernahme des Biomasseheizwerk in Bruck an der Leitha. Bruck an der Leitha zählt zu den Pioniergemeinden, wenn es um den achtsamen und nachhaltigen Umgang mit Energie geht. Bereits 1996 gossen fünf Landwirte ihre strategischen Überlegungen und Planungen in ein Energiekonzept und gründeten die Fernwärme Bruck. 

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 11. Juli 2019 (09:13)

Bruck an der Leitha zählt zu den Pioniergemeinden, wenn es um den achtsamen und nachhaltigen Umgang mit Energie geht. Bereits 1996 gossen fünf Landwirte ihre strategischen Überlegungen und Planungen in ein Energiekonzept und gründeten die Fernwärme Bruck. 

Eines der daraus umgesetzten Ergebnisse war ein Biomasseheizwerk, das 1999 gemeinsam mit der EVN und mit großer Unterstützung der Gemeinde errichtet wurde. Seitdem sorgt das Biomasseheizwerk für nachhaltige Wärme in rund 800 Haushalten und deckt damit ein Drittel des privaten Wärmebedarfs im Gemeindegebiet. Darüber hinaus versorgt es auch das Ecoplus-Gebiet mit Großkunden wie der Biogasanlage Bruck oder Eparella.

In den letzten zwei Jahrzehnten wurde die Naturwärmeversorgung partnerschaftlich abgewickelt: Während die Fernwärme Bruck für das Heizwerk zuständig war, betreute die EVN das Naturwärmenetz und die Abrechnung der Kunden.

Nun übernimmt die EVN auch das Heizwerk: „Wir freuen uns, dass wir das gemeinsame Projekt in Bruck in die Zukunft führen dürfen. Und wir bedanken uns für die langjährige, hervorragende Partnerschaft. In den nächsten Monaten werden wir das Heizwerk Schritt für Schritt modernisieren und damit fit für die nächsten Jahrzehnte machen“, so Alfred Freunschlag, Geschäftsführer der EVN Wärme.

Die Geschäftsführer der Fernwärme Bruck Matthias Pober und Gerhard Perger beenden ihre Pionierleistung mit einem Augenzwinkern: „Wir sind nicht mehr die Jüngsten. Nach 20 Jahren ist der richtige Zeitpunkt gekommen, die Anlage in die Hände unserer verlässlichen Partner zu geben.“

Entscheidend für den Erfolg des Projektes war die starke Unterstützung durch die  Gemeinde Bruck: „Als Gemeindevertretung haben wir die Chance und den Auftrag Worte Taten folgen zu lassen. Deshalb haben wir uns nicht nur darüber gefreut, dass wir ein Biomasseheizwerk in der Gemeinde haben, sondern folgerichtig alle gemeindeeigenen Objekte und auch sämtliche Schulen auf Naturwärme umgestellt. Es geht hier auch um die Vorbildwirkung für unserer Bürgerinnen und Bürger“, so Bürgermeister Gerhard Weil.