Kaiserlich-königliches Elektrizitätswerk Luggau. Seine Vorgeschichte kann das Kleinwasserkraftwerk Luggau kaum verheimlichen. An der Außenfassade steht noch groß geschrieben: „Elektrizitätswerk Luggau der A.G. der K.K.Priv. Harlander Baumwollspinnerei und Zwirnfabrik“. Erbaut 1910 erzeugt es bis heute elektrischen Strom für hunderte Haushalte.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 10. Oktober 2019 (10:20)

Im Jahr 1910 wurde der Verbundbetrieb von städtischem E-Werk, Landes-Elektrizitätswerk und Elektrizitätswerk Lichtenstern aufgenommen. Aus diesem Grund optimierte die Harlander Spinnerei die Wasserwirtschaft entlang der Traisen. Unter anderem wurde ein Teilungswerk errichtet, das den Werksbach in den östlichen und westlichen Mühlgang spaltete. Der westliche Mühlgang diente ab sofort für die Stromerzeugung durch das Kleinwasserkraftwerk Luggau, weshalb er auch den Namen „Luggauer Werksbach“ trägt. 

„Die NEWAG, das Vorgängerunternehmen der EVN, kaufte die Kleinwasserkraftwerke der Harlander Spinnerei, darunter auch das Kraftwerk Luggau, im Jahr 1991. Die Harlander Spinnerei steht für ein großes Stück St. Pöltner Geschichte. Um daran zu erinnern, haben wir uns entschlossen, die ursprüngliche Aufschrift nicht zu entfernen“, erläutert EVN Sprecher Stefan Zach.

Seit 1910 versorgt das Kleinwasserkraftwerk Luggau einen Teil von St.Pölten mit sauberem Ökostrom. Mit einer Francis Schachtturbine erzeugt es bei einer Leistung von 360 kW elektrische Energie für rund 650 Haushalte.