Mikrotunnel soll Versorgungssicherheit erhöhen. Alles andere als alltäglich ist das Bauvorhaben, mit dem die EVN an Klosterneuburg und Korneuburg herangetreten ist: Mittels eines Tunnels unter der Donau sollen die Versorgungssysteme der beiden Stadtgemeinden miteinander verbunden werden.

Von Redaktion NÖN.at. Erstellt am 14. Oktober 2020 (13:45)
Daniela Matejschek

Für das Verlegen der unterschiedlichen Leitungen, also Trinkwasser, Naturwärme, Internet, Strom und Gas investiert die EVN rund 10 Mio. Euro. Damit soll die Versorgungssicherheit in einer stark wachsenden Region zusätzlich verbessert und der Ausbau der nachhaltigen Energieversorgung weiter vorangetrieben werden. 

Die beiden Schwesternstädte waren lange vereint und wurden erst gegen Ende des 13. Jahrhunderts in „Neuburg klosterhalben“ (Klosterneuburg) und „Neuburg markthalben“ (Korneuburg) getrennt. Nun sollen die beiden Stadtgemeinden durch das zukunftsweisende Leitungs-Infrastrukturvorhaben wieder näher zusammenwachsen.

„Die weltweite Corona-Krise hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, die regionale Versorgungssicherheit zu erhöhen. Mit dieser neuen Verbindung erhalten wir eine zusätzliche Trinkwasserversorgung für den Notfall und gleichzeitig erhöhen wir die Standortqualität durch eine bessere Versorgung mit Naturwärme und Breitband-Internet“, zeigt sich Stefan Schmuckenschlager, Bürgermeister von Klosterneuburg, begeistert.

Auch Christian Gepp, Bürgermeister von Korneuburg, sieht im Infrastrukturprojekt wichtige Entwicklungschancen für die Region: „Gerade in Krisen ist es sinnvoll, die Ressourcen zusammenzulegen und gemeinsam voran zu gehen. Mit der Verbindung der Naturwärmeressourcen von Korneuburg und Klosterneuburg legen wir nicht nur den Grundstein für künftige Erfolge, wir sorgen auch dafür, dass dieser nachhaltig und klimaschonend ist.“

„Für uns ist das Projekt eine wichtige, langfristige Infrastrukturinvestition. Beide Gemeinden befinden sich in absoluten Wachstumsregionen. Da müssen wir rechtzeitig vorsorgen, um neuen Einwohnern und Unternehmen zukunftsfähige Infrastruktur garantieren zu können. Und im Jahre 2020 bedeutet das: sicher und nachhaltig!“, so Stefan Szyszkowitz, Vorstandssprecher der EVN AG.