„Kein Tropfen Trinkwasser soll verloren gehen!“. ​​​​​​​Wenn EVN Wasser den Betrieb von einem Ortsnetz übernimmt, hat dieses in der Regel bereits vier bis fünf Jahrzehnte auf dem Buckel.

Erstellt am 09. August 2018 (12:07)
EVN / Moser
v.l.n.r.: EVN Wasser Experten Nico Schönhacker und Thomas Nirschl

Kein Wunder also, dass es undichte Stellen gibt. „Natürlich ist jedes Wassernetz anders beisammen, es gibt aber zahlreiche Fälle in denen über 40% des Wassers am Weg verloren gehen“, erzählt EVN Wasser Geschäftsführer Franz Dinhobl.

Schäden durch akustische Signale lokalisieren

Um die Verluste zu minimieren, führt EVN regelmäßig Überprüfungen ihrer Trinkwasserleitungen durch: „Es soll kein Tropfen wertvolles Trinkwasser verloren gehen“. Dabei kommt ein modernes Verfahren zum Einsatz, um das jeweilige Leck zu orten. „Mit Spezialgeräten können wir akustische Signale aufzeichnen und Schäden an den Versorgungsleitungen lokalisieren. Alle georteten undichten Stellen werden im Anschluss repariert und durch eine erneute Messung kontrolliert“, so Dinhobl. Neben den wenigen großen Schäden, die rasch behoben werden können, sind es vor allem viele kleine Schäden, die den hohen Wasserverlust verursachen.

Der überwiegende Teil der Schäden befindet sich nämlich auf den Hausanschlussarmaturen. Deren Sanierung war bisher eine besonders mühsame Angelegenheit, da die Versorgungsleitung völlig außer Betrieb genommen werden musste. „Niemand freut sich über eine Unterbrechung der Wasserversorgung – Hotel- oder Restaurantbetreiber schon gar nicht“, erzählt Dinhobl. Durch eine innovative Lösung aus Deutschland soll dies aber nun der Vergangenheit angehören.

950.000 Liter pro Tag gespart

Der niederösterreichische Wasserversorger verwendet nämlich nun Armaturen, die eine Sanierung ermöglichen, ohne die Versorgung zu unterbrechen. „Die neuen Armaturen werden in Österreich erstmalig eingesetzt. Damit können Versorgungsunterbrechungen und Schadensquellen minimiert werden. Das freut unsere Kunden“, so der Experte abschließend.

EVN Wasser spart durch die intensiven Analysen und die Ertüchtigung ihrer Leitungsnetze im vergangenen Jahr heute eine Wassermenge von 950.000 Liter pro Tag ein. Mit dieser Wassermenge könnte man über 7.000 Menschen versorgen.

Auch im Haushalt kann man oft mit einfachen Maßnahmen enorm viel wertvolles Trinkwasser einsparen: Ein tropfender Wasserhahn etwa verliert bis zu vier Liter Wasser am Tag, das sind im Jahr 1.500 Liter Wasser.

EVN Wasser

EVN Wasser ist als 100%-ige Tochtergesellschaft des Landesenergieversorgers EVN für den Bereich der Trinkwasserversorgung in Niederösterreich zuständig. Das Unternehmen ist das zweitgrößte Wasserversorgungsunternehmen in Österreich.

Bereits 43 niederösterreichische Gemeinden haben mit insgesamt 121 Katastralgemeinden EVN Wasser ihr Vertrauen als Betreiber der Ortsnetze geschenkt. Als Haushaltskunden versorgt EVN Wasser damit bereits über 115.500 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher. Für insgesamt 567.200 Einwohnerinnen und Einwohner ist EVN Wasser der Trinkwasserlieferant in 762 teil- oder vollversorgten Katastralgemeinden