Michael Pouzar und sein soziales Engagement. gründete den Verein „Helfende Hände“, um die Tafel Österreich aufzubessern.

Von Otto Havelka. Erstellt am 09. November 2017 (03:32)
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Freiwillige Helfer am Punschstand der „Helfenden Hände“: Edina Behremovic, Elisabeth Gmeiner , Gerti Zinsmayr, Luise Gmeiner, Michael Pouzar , Sabine Krögner, Renate Terkola und Manuela Pouzar.
privat

Begonnen hat die Geschichte eigentlich, als SP-Gemeinderätin Renate Terkola am 11. November 2013 eine Ausgabestelle der „Tafel Österreich“ in Ebergassing ins Leben rief. Seither werden dort jeden Montag bedürftige Menschen kostenlos mit Lebensmitteln versorgt, die andernfalls in Supermärkten und Geschäften entsorgt werden würden.

Doch Michael Pouzar fand, dass die Verteilung von Lebensmitteln allein nicht genügt. „Um die Tafel auch mit Waren wie Toilettenartikeln oder Waschmittel zu versorgen, hatte ich die Idee, den Verein ‚Helfende Hände‘ zu gründen.“

Michael Pouzar gründete vor zwei Jahren den Verein „Helfende Hände“ in Ebergassing.
Havelka

Im Februar 2015 erfolgte ein fulminanter Start: Zur Vereinsgründung wurde ein Benefizkonzert mit „Die 3“ am Flughafen organisiert. Mittlerweile zählen Flohmarkt und Punschstand der „Helfenden Hände“ zu den Fixpunkten im örtlichen Veranstaltungskalender. Dort wird – neben Spenden von Vereinen und Firmen – das nötige Kleingeld eingenommen, um Zahnpasten, Babywindeln und Klopapier für die Tafel einkaufen zu können.

„Ich habe gesehen, wie viele Leute Hilfe brauchen, und es werden immer mehr“, begründet Pouzar sein Engagement. „Es gibt nichts Schöneres als ein zufriedenes Lächeln jener, mit denen es das Leben nicht so gut gemeint hat.“

Special Flight Agent Pouzar, der am Flughafen für Sondertransporte vom Staatsbesuch bis zum Transport von Kunstwerken zuständig ist, hat bereits das nächste Pilotprojekt im Visier: Mit der Großhandelskette Metro wurde ein Pilotprojekt zur Belieferung der Tafel Österreich – vorerst in Götzendorf, Moosbrunn und Mannersdorf – gestartet.

„Ohne ein engagiertes Team von Helfern wäre das aber nicht möglich“, weiß Pouzar.