Ein unberührtes Paradies. So karibisch und doch so grün – die Südküste von Albanien hat mit weißen Sandstränden, günstigen Angeboten und pittoresken Städten alles zu bieten, was das Urlauberherz höher schlagen lässt.

Von Anna Faltner. Erstellt am 03. Juli 2019 (04:11)

Saftig-grüne Wiesen, auf denen Schafherden grasen, türkisblaues Meer entlang malerischer Küsten und eine griechisch angehauchte Küche, die nach mehr verlangen lässt. Das alles ist gerade einmal eineinhalb Flugstunden von Wien entfernt. Die Rede ist aber nicht von den typischen Tourismus-Domizilen Griechenland, Spanien oder Italien. Nein, Albanien hat das alles zu bieten.

Wer auf der Suche nach Sonne, Strand und Meer sowie Kultur und Kulinarik ist, der sollte das südosteuropäische Land unbedingt auf seine Reiseliste setzen – bevor der Tourismus-Boom auch dort so richtig einschlägt. Für preisbewusste Strandurlauber, insbesondere Familien, ist Albanien eine gute Alternative zu anderen Sonnenzielen rund um das Mittelmeer. Denn der Süden Albaniens zählt mit durchschnittlich 300 Sonnentagen im Jahr zu den sonnenreichsten Regionen Europas.

Kurz zur Lage: Albanien liegt zwischen Griechenland und Montenegro und ist per Flieger rasch erreichbar. Entweder man fliegt direkt in die Hauptstadt Tirana oder auf die griechische Nachbarinsel Korfu, von wo aus eine Fähre die Gäste in 30 Minuten nach Saranda an der albanischen Adria bringt.

Eine Zeitreise durch Butrint

Und dort kann das Ferienprogramm so richtig starten. Etwa in der antiken Hafenstadt Butrint, die 1992 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Bei einem Spaziergang durch den Nationalpark wird die Vielfalt der Region deutlich: Rund 800 verschiedene Pflanzenarten, mehr als 240 Vogelarten, 105 Fischsorten und 39 Säugetierarten konnten im Park identifiziert werden. Butrint hat aber auch eine beeindruckende Reise durch die Geschichtsepochen zu bieten, die bis ins 8. Jahrhundert vor Christi zurückgehen. Zu sehen sind Reste hellenischer, byzantinischer, venezianischer und osmanischer Kulturen und Zivilisationen.

Nach einem Tag voll Kulturprogramm lässt es sich am besten an einem der kilometerlangen (weißen!) Sandstrände in Ksamil, Dhërmi, Durrës oder Himarë entspannen. Die albanische Küste liegt übrigens am Ionischen Meer, das Teil des Mittelmeeres ist.

Wer ins Landesinnere abtauchen möchte, kann das von Saranda aus bequem tun. Die Ruinen von Gjirokastra, eine der ältesten Städte, befinden sich nur eine kurze Autofahrt von der Küstenstadt entfernt und gewähren einen völlig neuen Einblick in das Land.

Bergdörfer in idyllischer Lage

Gjirokastra zählt seit 2005 zum UNESCO-Welterbe. Sie ist eine der ältesten Städte des Landes und wichtiges kulturelles Zentrum Südalbaniens. Beeindruckend: Wenn man den Hügel hinauf zur Burg von Gjirokastra besteigt, bietet sich ein faszinierender Rund-umblick auf Altstadt, Bergdörfer und Hügellandschaft.

Dschungel-Feeling wartet nur eine halbe Stunde entfernt von Saranda – und zwar bei den beeindruckenden Karstquellen des Flusses Bistrica, die inmitten einer Hügellandschaft umgeben von unglaublich vielen Pflanzen- und Tierarten liegen. Mit glasklarem und türkisblauem Wasser sind die Quellen auf jeden Fall eine Reise wert. Die berühmteste allerdings ist die Blue Eye Spring – wie der Name verrät, ist dort ein tiefblaues Auge mitten im Wasser zu finden.