Tipps für Sicherheit und den Umgang mit Weidetieren . Der Schnee schmilzt und die Bauern treiben ihr Vieh wieder auf die Almen. Jetzt heißt es für Wanderer und Wanderinnen, welche auf Wegen durch bewirtschaftete Almen unterwegs sind, Vorsicht walten zu lassen und sich mit den wichtigsten Verhaltensregeln vertraut zu machen.  

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 17. Juli 2019 (14:41)
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Symbolbild

Die Naturfreunde Österreich haben zu diesem wichtigen Thema 2018 den kostenlosen Folder „Weidetiere auf Almen – Tipps für das richtige Verhalten beim Wandern“ herausgebracht, in dem die wichtigsten Informationen für einen entspannten Almaufenthalt zusammengefasst sind.  

Grundsätzlich soll ein großer Sicherheitsabstand zur Herde gehalten und die Tiere keinesfalls gefüttert oder gestreichelt werden. Beim Wandern über Weiden ist es gut immer auf gekennzeichneten Wegen zu bleiben und nicht direkt durch die Herde zu wandern. Bei Drohgebärden der Almtiere soll jegliche Hektik vermieden und ein langsamer Rückzug in Bereiche mit schützenden Bäumen und Sträuchern gemacht werden.  

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Almgäste Hunde mitführen, denn der Hund wird von den Rindern als natürlicher Feind angesehen und ist somit eine Bedrohung. HundebesitzerInnen sollten daher am besten schon bei der Tourenplanung darauf achten, dass Almweiden, auf denen sich Weidetiere befinden, großräumig umgangen werden können! Wenn dies nicht möglich ist, dann findet man im Folder hilfreiche Informationen, wie man sich am sichersten mit Hunden innerhalb von Almgebieten bewegt.

Weideviehfreie Zonen sind keine Lösung!

Für die Naturfreunde Österreich sind die bewirtschafteten Almen ein wichtiges Kulturgut. Die reich strukturierten und extensiv bewirtschafteten Almen sind auch aus ökologischer Sicht von großer Bedeutung. Sie gehören zu den artenreichsten Lebensräumen im Alpenraum.

Auch wenn es hin und wieder zu problematischen und fatalen Situationen kommt, ist die Forderung, Wanderwege im Weidegebiet zu verlegen oder gar die Weidewirtschaft auf Almen abzuschaffen für die Naturfreunde inakzeptabel. Eine Trennung von Wandernden und Weidevieh ist nicht machbar und auch nicht sinnvoll.