Von Weingärten umzingelt: Wandern von Oggau nach Rust. Erneut ermutigt die BVZ zum Aufbruch in die Natur, um die Schönheit der Region zu entdecken und zu genießen.

Von Daniel Hahofer. Erstellt am 05. Februar 2021 (05:25)

Noch hat der Lockdown sein Ende nicht gefunden, deshalb flüchten viele ins Freie. Doch wohin? Wir wissen wohin! Ein weiteres Mal stellt Ihnen die BVZ eine der schönsten Spazier- und Wanderrouten des Bezirks vor. In dieser Ausgabe geht es von Oggau nach Rust.

Ausgangspunkt ist die römisch-katholische Pfarrkirche Oggau. Die Kirche befindet sich abseits der Hauptstraße und ist der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht. Nachdem ihre Vorgänger im 16. und 17. Jahrhundert zerstört wurden, musste die Kirche von 1727 bis 1731 neu erbaut werden. In den späten 50er-Jahren wurde sie schließlich – nach einzelnen Renovierungen – mehrmals restauriert.

Auf dem Gelände der Pfarrkirche befinden sich ebenso das Kriegerdenkmal der Gemeinde sowie die Johannes-Nepomuk-Säule. Diese wurde 1730 vom Ortsseelsorger Franz Kessel gestiftet

Von hier aus geht es die Hauptstraße entlang bis zum Gasthaus Monika. Das Gasthaus von Familie Gmasz ist bekannt für seine Gastfreundschaft und verwöhnt (in normalen Zeiten) seine Gäste mit traditioneller und bodenständiger Küche.

Raus aus Oggau und zur Weinlaubenkuppel

Über die Margarethengasse, die links vom Gasthaus verläuft, geht es nun bergauf, raus aus der Gemeinde. Bereits früh – nach den ersten knapp 1.000 Schritten – erblickt man in der Ferne den Neusiedler See. Nicht weit außerhalb der Gemeinde trifft man auf die „Oggauer Weinlaubenkuppel“.

Die vier Meter hohe Kuppel wurde im Juni 2000 vom burgenländischen Künstler Heinz Bruckschwaiger errichtet. Für den Bau verwendete der Künstler ausschließlich Naturmaterialien aus der unmittelbaren Umgebung. Beispielsweise sind die Sandsteinplatten, die den Boden bedecken, aus St. Margarethen.

Das „LandArt“-Projekt soll vorbeiziehende Radfahrer und Wanderer zur Rast einladen. Auch für Weinverkostungen und Trauungen wird die Kuppel, wegen ihrer Atmosphäre, gerne genutzt. Der Blick zum See macht diesen Ort der Ruhe und Erholung aus. Das Areal, auf dem die Kuppel seinen Platz findet, sei dem Dank und der Freude gewidmet. Des Weiteren soll das Zusammenspiel von Mensch und Natur hier besonders spürbar sein.

Zwischen Hügeln und Weingärten

Neben der Weinlaubenkuppel finden Wanderer und Spaziergänger entlang des Weges aber auch weitere Plätze zum Verweilen und Genießen. Vereinzelte Sitzgelegenheiten bieten einen ähnlich bezaubernden Ausblick über die Ruster Hügellandschaft und deren Weingärten.

Folgt man der, von Weinreben umzingelten Route weiter, erkennt man außerdem weitere Sehenswürdigkeiten der Region am Horizont. Beispielsweise verstecken sich in der Ferne der Family-Park oder die Kapelle am Kogelberg von St. Margarethen.

Da das Ziel in Rust bereits früh in der Distanz erkennbar ist, kommt man nur schwer vom Weg ab. Ein kurzer Blick über die Weingärten – die Reben von Winzern wie Leo Hillinger sind hier stark verbreitet – reicht zur Orientierung.

Weiters lässt sich in dieser Gegend ebenso die Tierwelt der Region bestaunen. Mit ein wenig Glück entdeckt man eine Gruppe von Rehen, die nur wenige hundert Meter entfernt vorüberziehen.

Die letzten Schritte in die Ruster Altstadt

Nach einer Weile erreicht man wiederum die Ortstafel der Freistadt Rust. Folgt man nun der Feldgasse, erreicht man mühelos die Altstadt und den Rathausplatz. Am Weg dorthin liegt außerdem der Heribert-Artinger-Park. Der idyllische, kleine Park inmitten der Gemeinde ist dem ehemaligen Bürgermeister und dessen Engagement für den Ort gewidmet.

Bewegt man sich von hier aus in Richtung der Kirchentürme, gelangt man zum Rathaus und dem dahinterliegenden Rathausplatz. Hier, im Zentrum der Altstadt, befindet sich unter anderem die berühmte Fischerkirche. Ein beliebter Ort unter Touristen.

Somit ist das Ziel nach etwas weniger als zwei Stunden und 7,5 km – oder ungefähr 10.000 Schritten – erreicht.