NÖ-Card geht in die neue Saison. Ab 1. April 21 neue Ausflugsziele, Preise steigen kaum. Betreibergesellschaft in Gewinnzone.

Von Heinz Bidner. Erstellt am 23. März 2015 (09:56)
NOEN, Foto: NLK/Burchhart
Präsentierten die neue Karten-Saison (v. l.): Marion Boda (NÖ-Card), Landesrätin Petra Bohuslav, Klaus Buchleitner (Raiffeisen-Holding NÖ-Wien), Christoph Madl (NÖ-Werbung), Matthias Pacher, (Mamuz-Museen Mistelbach und Asparn).
Die NÖ-Card startet mit April in ihre zehnte Saison. Wer die Karte kauft, kann damit zwölf Monate lang 331 Ausflugsziele quasi kostenlos besichtigen. „So viele, wie nie zuvor“, sagt NÖ-Tourismus-Landesrätin und Eigentümervertreterin Petra Bohuslav (VP). Vergangene Woche wurden die Neuerungen offiziell präsentiert.

Frisch dazugekommen sind 21 Ausflugsziele – darunter der Donauturm in Wien, zwei Schlösser im Burgenland oder die NÖ-Landesausstellung an drei Orten. Sieben kleinere Destinationen sind hingegen herausgefallen, da sie keine 200 Eintritte bis Ende August schafften – so eine der Vorgaben seitens der NÖ Card GmbH. Ausgeschieden wegen Neubauarbeiten ist zudem das Rapideum, das Museum des SK Rapid Wien.

Teuerung hält sich in Grenzen

Mit dem Anstieg der Ausflugsziele und der jährlichen Inflation steigen traditionell auch die Preise für die NÖ-Card. Diesmal hält sich die Teuerung allerdings stark in Grenzen.

Erwachsene zahlen 55 statt 54 Euro (bei Verlängerung 50 statt 49 Euro). Die Preise für Kinder und Jugendliche (6 bis 16 Jahre) blieben mit 25 (bzw. 22 Euro) gleich. Jüngere Kinder haben in Begleitung eines Karteninhabers ohnehin freien Eintritt.

"Sind nicht auf Gewinn ausgerichtet“

Die NÖ Card GmbH, welche für die Abwicklung samt Verteilung der Gelder zuständig ist, gehört über die NÖ Werbung zu 74 Prozent dem Land NÖ. Den Rest hält die Raiffeisen Holding NÖ-Wien. Im Ende März ablaufenden Wirtschaftsjahr 2014/15 wird sie über sieben Millionen Euro umsetzen, weiß Geschäftsführerin Marion Boda.

„Wir sind nicht auf Gewinn ausgerichtet“, erklärt sie den Jahresgewinn von 2013/2014 mit nur rund 33.000 Euro. Auch in diesem Jahr dürfte er sich in dieser Dimension bewegen. Die Erträge aus dem Kartenverkauf würden nach Abzug der Aufwendungen nämlich fast ganz an die teilnehmenden Betriebe ausgeschüttet: „Jedes Ausflugsziel bekommt denselben Prozentsatz des Eintrittspreises.“ Dem Vernehmen nach sollen es rund 40 Prozent sein.

Im benachbarten Ausland soll die NÖ-Card übrigens keine Ausflugsziele aufnehmen. „Niederösterreich soll immer der Schwerpunkt bleiben“, sagt Christoph Madl, Chef der NÖ Werbung.


Auslaufende Saison 2014/15 mit Rekord-Verkäufen

  • Im Ende März auslaufenden NÖ-Card-Jahr 2014/15 wurden 144.157 Karten verkauft. Das ist ein Plus von 5,7 Prozent gegenüber dem Jahr davor und zugleich ein Höchstwert. Etwa 90.400 Kartenbesitzer sind Stammkunden – sie haben die NÖ-Card verlängern lassen.

  • Rund 62 Prozent der Kartennutzer kommen aus NÖ, 34 Prozent aus Wien. Der Rest stammt vor allem aus dem Burgenland und OÖ.

  • Ziel der Karte ist, die regionale Wertschöpfung zu steigern. Jeder dritte Card-Inhaber verbindet bereits Ausflüge mit Nächtigungen. Aufgrund der Distanz zum Großraum Wien vor allem im Wald- und Mostviertel.