NÖ & das Mittelmeer: Wohin geht’s im Sommer?. „Urlaub zu Hause“ oder in Lignano & Co. – die Eigenanreise mit dem Auto ist dabei voll im Trend. Die Reisebranche ist jedenfalls optimistisch für den Sommer 2021.

Von Thomas Vogelleitner. Erstellt am 09. Juni 2021 (02:36)
ÖAMTC-Reisemonitoring: 72 Prozent der Österreicher wollen zwischen Juni und September auf Urlaub fahren bzw. fliegen. Nach den Lockdowns ist die Sehnsucht nach dem Meer groß – 37 Prozent der Befragten wollen an den Strand. Bild: Sonnenaufgang am Meer, bei Lignano Sabbiadoro.
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Die Reisebranche atmet tief durch und blickt optimistisch auf die Sommersaison 2021. Die Reiselust der Niederösterreicher wird von Tag zu Tag größer. Reisen ist und bleibt eine Herzensangelegenheit! Trotz Corona …

Auch im Sommer 2021 steht „Urlaub zu Hause“ (nochmals) ganz oben auf der Beliebtheitsskala. „Teilweise haben wir jetzt schon wieder Tage mit Buchungsvolumina wie 2019 für Urlaub in Österreich“, zeigt sich Helga Freund, Geschäftsführerin Ruefa und Vorständin für alle Touristik-Bereiche der Verkehrsbüro Group, erfreut.

Ihr Tipp: Neben Urlaub am See, in den Bergen oder am Bauernhof lohnen auch heuer Trips in die Landeshauptstädte wieder ganz besonders. „Kultur und Events kommen im Sommer wieder, die internationalen Gäste brauchen aber noch ein wenig – ideal also für einen Städtetrip im Heimatland.“

Griechenland und Spanien ganz oben bei Flügen

Für all jene, die jetzt aber einfach „Meer“ wollen, stehen Flugreisen nach Griechenland und Spanien ganz oben auf der Liste. „Die Sicherheits- und Hygienekonzepte vor Ort sind tadel- los, die großen Tourismusnationen wissen, was hier für sie auf dem Spiel steht – und die Gäste können mit Sicherheit wunderbare Tage verbringen“, sieht Helga Freund die tou- ristischen Partner bestens gerüstet.

Auch Urlaub mit Eigenanreise , vor allem mit dem Auto, ist 2021 ein Megatrend. Neben Österreich – hier sind vor allem Kärnten , Salzburg und die Steiermark sehr gefragt – zieht es viele Urlauber dabei wieder Richtung Süden: Italien und Kroatien wird hier im Navigationssystem von vielen Tausenden eingegeben werden. Spannend auch: Deutschland und die Schweiz stehen ebenso auf der „Wanna do“-Liste der Urlauber mit dem Auto.

Allerdings: Die Pandemie hat das Reiseverhalten verändert – laut einer österreichweiten Umfrage des Mobilitätsclubs ÖAMTC macht jeder vierte Reisewillige seinen Sommerurlaub von der Corona-Situation abhängig und möchte (noch) abwarten, wie sich das Ganze entwickelt. Und: „Das Verkehrsmittel der Wahl für den Sommerurlaub ist für 67 Prozent der private Pkw – mit dem Flugzeug werden heuer 17 Prozent verreisen“, so ÖAMTC-Touristikerin Magdalena Draxler. Detail am Rande: 13 Prozent der Befragten gaben an, erst wieder zu verreisen, wenn sie die Corona-Schutzimpfung erhalten haben.

Kreuzfahrten auf Meer und Fluss kurzfristig gefragt

Sicherheit und Flexibilität stehen in diesem Jahr vor der Preisfrage. Und da kommen die Reisebüros ins Spiel. „Unsere Kunden schätzen den Fachhandel mehr denn je, denn unsere Reiseprofis sind ein verlässlicher Ansprechpartner. Egal, ob es um Top-Angebote und Empfehlungen oder aber um Einreisebestimmungen, Versicherungsschutz oder Storno- und Umbuchungsmöglichkeiten geht. Die Nachfrage ist riesig, wir alle freuen uns auf den langersehnten Tapetenwechsel“, sagt Martin Lauermann, Vertriebsleiter von Raiffeisen Reisen.

Für TUI-Österreich-Chef Gottfried Math hat die Reiseform Pauschalreise nachhaltig profitiert: „Viele Kunden haben gesehen, wie vorteilhaft es war, dass sich der Veranstalter im Frühjahr 2020 um die Rückreise gekümmert hat. Auch einige Tausend Österreicher haben wir damals zurückgeholt. Bei Plattformen wie booking.com war das nicht der Fall …“

TUI hat den Flex-Tarif eingeführt – aktuell sind über 80 Prozent aller Neubuchungen mit dem Flex-Tarif, hier kann man bis 14 Tage vor Anreise weltweite Flugpauschalreisen oder Unterkunftsbuchungen gebührenfrei umbuchen oder stornieren. Für rund 6.000 Hotels in Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz gibt es darüber hinaus Flex-Raten, die eine kostenlose Stornierung bis 18 Uhr am Anreisetag möglich machen.

Und wie sieht es mit Kreuzfahrten aus? Alexandra Tremmel, die „Kapitänin“ vom Austrian Cruise Center: „Die Nachfrage nach Kreuzfahrten steigt täglich! Die ersten Kreuzfahrtschiffe sind nun endlich seit über einem Jahr Pause wieder unterwegs – hauptsächlich im Mittelmeer.

Kurzfristig sind Kreuzfahrten ab/bis Italien bzw. Kroatien gefragt, wo man mit dem Pkw anreisen kann, oder Flusskreuzfahrten ab/bis Deutschland und Österreich . Langfristig ist der Trend bereits nach Fernreisen im Winter in die Karibik , aber auch Ziele wie Kanaren oder Dubai sind gefragt.“ Jörg Redl, Reiseprofi von Raiffeisen Reisen, fügt hinzu: „Auch in ausgewählten Fernreisedestinationen wie die Seychellen , Mauritius , Jordanien , Emirate oder auch Kenia steigt das Buchungsaufkommen jetzt rasch an.“

Die Branche atmet auf …

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